centrotherm schließt 2025 mit Gewinnrückgang ab – 2026 wird schwächer
Der Anlagenbauer centrotherm international hat 2025 alle Prognosewerte erreicht und beim EBITDA übertroffen: Mit 30,6 Millionen Euro lag das operative Ergebnis über der eigenen Vorhersage eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags – wenngleich unter dem Vorjahreswert von 39,2 Millionen Euro. Unter dem Strich fällt der Gewinn je centrotherm Aktie von 1,23 Euro auf 0,91 Euro. Die Gesamtleistung belief sich auf 186,6 Millionen Euro und traf die Prognosespanne von 150 bis 230 Millionen Euro. Davon entfielen 162,8 Millionen Euro auf Halbleiterprojekte, nach 167,0 Millionen Euro im Vorjahr.
Verbessert haben sich diverse Kennzahlen in der Bilanz: Die Eigenkapitalquote stieg auf 31,7 Prozent nach 27,5 Prozent Ende 2024, die liquiden Mittel legten um über 77 Prozent auf 170,7 Millionen Euro zu (Vorjahr: 96,0 Millionen Euro). Der Auftragseingang von 86,7 Millionen Euro lag in der Mitte der Prognosespanne von 60 bis 120 Millionen Euro, der Auftragsbestand zum Jahresende erreichte 330,9 Millionen Euro.
Für 2026 erwartet der Vorstand eine merklich schwächere Entwicklung: Bei einer Gesamtleistung von 90 bis 170 Millionen Euro – nach 186,6 Millionen Euro im Vorjahr – soll das EBITDA deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. Beim Auftragseingang wird eine Spanne von 40 bis 100 Millionen Euro angepeilt, nach 86,7 Millionen Euro in 2025. Das Unternehmen nutzt die aktuelle Phase der Investitionszurückhaltung nach eigenen Angaben für gezielte Produktentwicklungen und die Erschließung neuer Marktsegmente.
Die centrotherm Aktie notiert bei 11,40 Euro mit 0,87 Prozent im Minus.
