Bayer erhält EU-Zulassung für Kerendia bei Herzinsuffizienz
Die Europäische Kommission hat Bayers Wirkstoff Finerenon (Kerendia) für eine neue Indikation zugelassen: die Behandlung erwachsener Patienten mit Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Auswurfleistung von 40 Prozent oder mehr. Bisher war das Präparat in der EU nur für chronische Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Grundlage der Entscheidung sind die Ergebnisse der Phase-III-Studie FINEARTS-HF mit rund 6.000 Patienten, in der Finerenon den kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod und Herzinsuffizienz-Ereignissen gegenüber Placebo signifikant reduzierte.
Die neue Indikation adressiert eine medizinisch unterversorgte Patientengruppe: In Europa leiden rund 15 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz, etwa die Hälfte davon mit einer Auswurfleistung von 40 Prozent oder mehr. Zugelassene leitliniengerechte Therapieoptionen standen dieser Gruppe bislang kaum zur Verfügung. Die jährlichen Kosten der Herzinsuffizienz werden in der EU auf 29 Milliarden Euro geschätzt. Bayers Wirkstoff Finerenon ist bereits seit Juli 2025 in den USA für diese Indikation zugelassen, in Japan und weiteren Märkten ebenfalls. Zulassungsanträge für weitere Länder, darunter China, sind anhängig.
Die Bayer Aktie notiert bei 38,69 Euro mit 2,4 Prozent im Plus.
