Hapag-Lloyd: Zwei Verkaufsempfehlungen und ein Halten nach schwachem Ausblick
Der enttäuschende Ergebnisausblick von Hapag-Lloyd für 2026 bestimmt das Analystenurteil zur Aktie der Containerreederei. Goldman Sachs und UBS bekräftigen ihre Verkaufsempfehlungen, Deutsche Bank Research hält dagegen am „Hold” fest. Goldman Sachs, das mit Abstand skeptischste der drei Analystenhäuser mit einem Kursziel von lediglich 74 Euro, sieht das deutlich unter dem Erwartungen der Börse liegende EBITDA-Ziel der Reederei für 2026 als Beleg für die zyklischen Risiken des Geschäftsmodells. Zudem seien die Frachtraten gemessen an den gestiegenen Treibstoffkosten enttäuschend, während der Iran-Konflikt die Angebots-Nachfrage-Balance nach Einschätzung des Instituts vorerst nicht verbessere.
UBS teilt die negative Grundhaltung mit einem Kursziel von 100 Euro für die Aktie von Hapag-Lloyd, die man mit „Sell” einstuft: Die Reederei peile für 2026 ein EBITDA zwischen 1,1 und 3,1 Milliarden Euro an, wobei der Mittelwert dieser Spanne deutlich unter dem Analystenkonsens von 2,7 Milliarden Euro liege.
Deutsche Bank trifft mit einem Kursziel von 114 Euro und der Einstufung „Hold” das vergleichsweise mildeste Urteil und attestiert Hapag-Lloyd gleichfalls einen schwachen Ausblick in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld.
Die Hapag-Lloyd Aktie notiert bei 119,40 Euro mit 9,34 Prozent im Minus.
