Bayer: Finerenon überzeugt in fünfter Phase-III-Studie
Bayer hat mit seinem Wirkstoff Finerenon (Kerendia) einen weiteren klinischen Erfolg erzielt. Die Phase-III-Studie FIND-CKD erreichte nach Angaben des Unternehmens vom heutigen Tag ihren primären Endpunkt: Finerenon verlangsamte das Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung bei Patienten ohne Diabetes-Hintergrund statistisch signifikant gegenüber Placebo. Gemessen wurde der eGFR-Slope, also die jährliche Veränderungsrate der Nierenfiltrationsfunktion über 32 Monate und damit ein anerkannter Surrogatmarker für das Risiko eines Nierenversagens.
Bayer plant nun, die Daten bei Gesundheitsbehörden für eine Indikationserweiterung einzureichen. Für den Konzern ist FIND-CKD die fünfte erfolgreich abgeschlossene zulassungsrelevante Phase-III-Studie mit Finerenon. Das Medikament ist bereits in mehr als 100 Ländern zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen.
Die neue Studie adressiert eine deutlich breitere Patientengruppe: Weltweit leiden rund 850 Millionen Menschen an chronischer Nierenerkrankung, mehr als die Hälfte ohne Diabetes als Grunderkrankung. Für diese Gruppe sind die verfügbaren Therapieoptionen bislang begrenzt. Christian Rommel, Forschungschef der Pharmasparte, erklärte: „Die positiven Ergebnisse der Phase-III-Studie FIND-CKD stellen einen wichtigen Fortschritt für Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung dar – unabhängig von der zugrunde liegenden Ursache."
Die Bayer Aktie notiert bei 22,70 Euro mit 9,02Prozent im Minus.
