Deutsche Rohstoff schlägt Umsatz-Prognose, aber Gewinn fällt deutlich
Die Deutsche Rohstoff AG hat 2025 ihren Umsatz mit 195,1 Millionen Euro drei Prozent über der eigenen Prognose von 170 bis 190 Millionen Euro abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr mit 235,4 Millionen Euro bedeutet das angesichts gefallener Ölpreise und schwachem US-Dollar dennoch ein Minus von 17 Prozent. Das EBITDA landete mit 132 Millionen Euro am oberen Rand der Bandbreite, nach 167,6 Millionen Euro im Vorjahr.
Der Konzerngewinn brach auf 28,9 Millionen Euro ein, nach 50,2 Millionen Euro im Vorjahr – das Ergebnis je Anteilschein von Deutsche Rohstoff fiel von 10,26 auf 6,03 Euro.
„Wir konnten unsere Kosten pro Bohrung weiter senken und haben einige der bisher besten Bohrungen in die Produktion gebracht. Mit der stabilen Produktion aus über 225 Bohrungen und den guten Ergebnissen 2025 haben wir es geschafft, unsere Öl- und Gasreserven um 46 Prozent zu steigern”, sagt Jan-Philipp Weitz, CEO des Mannheimer Rohstoff-Unternehmens.
Operativ hielt sich die Förderleistung mit durchschnittlich 13.550 Barrel Öläquivalent pro Tag besser als die deutlich reduzierte Bohraktivität vermuten ließ: 2025 wurden nur 10 neue Bohrungen in Produktion genommen, nach 27 im Vorjahr. Die stabile Basis von über 225 aktiven Bohrungen federte den Rückgang ab. Der realisierte Ölpreis sank nach Hedges auf 64,77 US-Dollar je Barrel, nach 73,04 Dollar im Vorjahr. Gegenläufig entwickelten sich die Gaspreise mit einem Anstieg auf 3,13 US-Dollar je mcf nach 2,13 Dollar.
Liquide Mittel bei Deutsche Rohstoff gestiegen
Auf der Finanzierungsseite verbesserte sich die Liquidität deutlich: Die liquiden Mittel stiegen von 19,7 Millionen auf 65,2 Millionen Euro, der operative Free Cash Flow fiel mit rund 25 Millionen Euro positiv aus. Die Investitionsausgaben wurden von 180,4 Millionen auf rund 110 Millionen Euro zurückgefahren. Die Nettoverschuldung sank leicht auf rund 150 Millionen Euro, der Verschuldungsgrad stieg jedoch auf 1,1 nach 0,9 im Vorjahr. Den geprüften Abschluss will die Deutsche Rohstoff AG am 23. April 2026 vorlegen.
„Auch für 2026 haben wir allen Grund optimistisch zu sein. Mit dem Bohrprogramm wurde bereits begonnen und wir können aufgrund der bisher geringen Hedgingquote an den gestiegenen Ölpreisen partizipieren. Dazu kommt die sehr positive Entwicklung von Almonty Industries”, so Weitz zum Ausblick. Konkrete Prognosezahlen nennt das Unternehmen in der gestern Abend veröffentlichten Mitteilung nicht.
Die Deutsche Rohstoff Aktie notiert bei 80,50 Euro mit 0,75 Prozent im Plus.
