Renk mit Rekordzahlen: Dividende steigt, Ausblick enttäuscht
Die Renk Group AG hat im Geschäftsjahr 2025 Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand auf neue Höchstwerte gehoben. Der Konzernumsatz kletterte um 19,8 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg überproportional um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro – bei einer Marge von 16,9 Prozent. Treiber war das Verteidigungsgeschäft, das um 24 Prozent zulegte und inzwischen 74 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Die Dividende soll um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Aktie angehoben werden.
Besonders unter Beobachtung der Börse steht bei Rüstungskonzernen wie Renk aktuell die Entwicklung des Auftragsbestands: Er stieg zum Jahresende auf ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro, nach 4,96 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte mit 1,57 Milliarden Euro ebenfalls einen Rekordwert. Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,2 – trotz einer Verschiebung von Auftragsvolumina im Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro ins laufende Jahr.
Das umsatzstärkste Segment Vehicle Mobility Solutions wuchs um 24,8 Prozent auf 872 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 20,4 Prozent. Allein die US-Tochter Renk America verzeichnete einen Auftragseingang von über 550 Millionen US-Dollar. Das Segment Marine & Industry legte beim bereinigten EBIT um 29,6 Prozent auf 45 Millionen Euro zu, während Slide Bearings trotz schwachem Industrieumfeld die Marge auf 17,9 Prozent steigerte.
Für 2026 erwartet das Augsburger Unternehmen einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 Millionen und 285 Millionen Euro. An der Börse sorgt der Ausblick für Enttäuschung, der Aktienkurs reagiert negativ: Die Renk Group Aktie notiert bei 56,75 Euro mit 3,93 Prozent im Minus.
