Bayer: Dividende bleibt bei 0,11 Euro – Free Cash Flow bricht ein
Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat 2025 einen Konzernverlust von 3,62 Milliarden Euro ausgewiesen, nach minus 2,55 Milliarden Euro im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch Sonderaufwendungen von 6,19 Milliarden Euro, überwiegend aus den seit Jahren anhaltenden Rechtsstreitigkeiten des DAX-Mitglieds. Der Umsatz stieg währungs- und portfoliobereinigt um 1,1 Prozent auf 45,58 Milliarden Euro, das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 4,5 Prozent auf 9,67 Milliarden Euro. Der Free Cash Flow brach um 33 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro ein. Die Dividende soll unverändert bei 0,11 Euro je Bayer Aktie bleiben.
Im vergangenen Monat schloss Bayer einen Sammelvergleich zur Beilegung aktueller und künftiger Glyphosat-Klagen rund um das Herbizid Roundup. Dies prägt auch den Ausblick erheblich: Für 2026 erwartet der Vorstand einen Free Cash Flow von minus 2,5 bis minus 1,5 Milliarden Euro, da Vergleichszahlungen von rund 5 Milliarden Euro anfallen. Die Nettofinanzverschuldung soll zum Jahresende auf 32 bis 33 Milliarden Euro steigen, nach 29,84 Milliarden Euro zum Jahresende 2025.
CEO Bill Anderson erklärte: „ Es gibt starke Anzeichen für Fortschritt, wir arbeiten aber noch an unserem umfassenden Turnaround. Wir kommen überall im Unternehmen deutlich voran, wissen aber sehr genau, was in den unterschiedlichen Bereichen noch zu tun ist."
Beim Umsatz peilt Bayer für 2026 währungsbereinigt 45 bis 47 Milliarden Euro an, beim EBITDA vor Sondereinflüssen 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Bayer Aktie wird künftig nach einer neuen Berechnungslogik ausgewiesen, die zusätzliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte einbezieht. Auf dieser adjustierten Basis plant der Konzern für 2026 einen Wert von 4,30 bis 4,80 Euro.
Die Bayer Aktie notiert bei 37,695 Euro mit 1,61 Prozent im Minus.
