Auto1 Aktie weiter stark unter Druck: Das steckt dahinter
Die Auto1 Aktie verliert aktuell am Mittwochvormittag mehr als 7,6 Prozent auf 17,92 Euro und lag im bisherigen Handelsverlauf schon bei 17,27 Euro, nachdem das Unternehmen am Morgen Zahlen vorgelegt hat. Zum Vergleich: Vor rund vier Wochen notierte der Aktienkurs der Auto1 Group noch bei mehr als 30 Euro, zuletzt waren immer wieder Shortseller aktiv.
Während das Unternehmen heute in seiner Mitteilung zu den Zahlen für 2025 angesichts neuer Rekordzahlen bei der Anzahl der verkauften Fahrzeuge, dem Bruttogewinn, dem bereinigten EBITDA und dem Marktanteil mit Eigenlob nicht spart („Ich bin sehr beeindruckt von unserer disziplinierten Unternehmensführung und unserer KI-basierten Pricing-Technologie”, so CFO Christian Wallentin) und 2025 als „ausgezeichnetes Jahr für uns” (CEO Christian Bertermann) bezeichnet, bewertet die Börse vor allem die Prognose deutlich anders.
Auslöser der erneuten Kursschwäche ist daher auch der Ergebnisausblick, der unter den Erwartungen blieb. Auto1 erwartet für 2026 einen Anstieg beim bereinigten EBITDA von 197,5 Millionen Euro auf einen neuen Rekordwert bei 250 bis 275 Millionen Euro. Der Absatz soll von 0,842 Millionen Fahrzeuge auf 0,94 bis 1,00 Millionen steigen. Die Gesellschaft priorisiert weiter auf Wachstum gegenüber Profitabilität: „Mit einem Marktanteil von 3,1 Prozent am europäischen Gebrauchtwagenmarkt, ein Plus von 50 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr, haben wir einen bedeutenden Schritt in Richtung unseres langfristigen Ziels von 10 Prozent gemacht. Wir sehen weiterhin enorme Wachstumsmöglichkeiten”, so Bertermann.
Analysten bleiben in ersten Reaktionen für die Auto1 Aktie trotz der schwächer als erwarteten Ergebnisprognose insgesamt optimistisch. Von JP Morgan kommt ein „Overweight” mit Kursziel 50 Euro das höchste Ziel der bisher vorliegenden Expertenstimmen zu den Zahlen. RBC nennt 30 Euro, begleitet von einem „Outperform”, Jefferies 34 Euro („Buy”) und 39 Euro (ebenfalls „Buy”).
Die Bilanz für das Jahr 2025 will die Auto1 Group am 31. März vorlegen.
