Serviceware erzielt erstmals Gewinn seit Börsengang im Jahr 2018
Der Softwareanbieter Serviceware hat im Geschäftsjahr 2024/2025 erstmals seit dem Börsengang 2018 ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen belief sich der Periodenüberschuss auf 1,8 Millionen Euro nach minus 0,07 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das EBIT kam erstmals seit dem IPO mit 1,0 Millionen Euro in die Gewinnzone. Das EBITDA stieg um 57,6 Prozent auf 5,1 Millionen Euro nach 3,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gesamtumsatz kletterte um 11,7 Prozent auf 115,3 Millionen Euro, womit die Idsteiner Gesellschaft ihre Prognose erfüllte.
Überproportional entwickelte sich das SaaS- und Service-Geschäft, das um 28,1 Prozent auf 89,6 Millionen Euro zulegte und nun 77,7 Prozent der Gesamterlöse ausmacht, nach 67,7 Prozent im Vorjahr. Der Auftragsbestand wuchs um 20,9 Prozent auf 97,4 Millionen Euro. Die Ergebnissteigerung fiel noch deutlicher aus, da Serviceware seit 2024/2025 keine Eigenleistungen mehr aktiviert und zudem planmäßig Abschreibungen auf frühere Aktivierungen vornimmt. Bereinigt um diese Effekte ergäbe sich eine um weitere 2,5 Millionen Euro höhere Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Wachstumstreiber ESM-Plattform
Als Wachstumstreiber nennt das Unternehmen seine KI-native ESM-Plattform. Nach eigenen Angaben vom Montag konnte Serviceware zahlreiche Neukunden gewinnen und bei Bestandskunden zusätzliche Projekte realisieren. Die internationale Expansion schritt voran, unter anderem mit Markteintritt in Italien, dem ersten Abschluss in Nordamerika über die Partnerschaft mit Maryville Consulting Group sowie einem Fortune-500-Konzern aus Asien als Neukunde.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum zwischen 5 und 15 Prozent sowie einem erneuten signifikanten Anstieg von EBITDA und EBIT. Den vollständigen Geschäftsbericht will Serviceware am 27. März 2026 vorlegen.
Die Serviceware Aktie notiert bei 14,65Euro mit 1,38 Prozent im Plus.
