Airbus: Enttäuschung beim Ausblick auf 2026
Im vierten Quartal verbessert Airbus den Umsatz um 5 Prozent auf 26,0 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT steigt um 17 Prozent auf 3,0 Millionen Euro an. Vor allem die Bereiche Hubschrauber und Verteidigung laufen gut. Die Marge beläuft sich auf 11,5 Prozent.
Damit ergibt sich für das Gesamtjahr ein Umsatz von 73,4 Milliarden Euro (+6 Prozent). Die Analysten von mwb research waren von 74 Milliarden Euro ausgegangen, der Konsens stand bei 73,8 Milliarden Euro.
Das bereinigte EBIT kommt auf 7,1 Milliarden Euro, ein Plus von 33 Prozent. Berichtet sind es 6,1 Milliarden Euro. Damit wird die Expertenerwartung von 6,5 Milliarden Euro verfehlt.
Im neuen Jahr will Airbus ein bereinigtes EBIT von 7,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Den freien Cashflow sieht man bei 4,5 Milliarden Euro. Es soll rund 870 Flugzeugauslieferungen geben. Am Markt war man eher von 900 Auslieferungen ausgegeben. Auch hatte man ein EBIT von etwa 8,1 Milliarden Euro vorhergesagt. Die Prognose gilt somit als Enttäuschung.
Es gibt offenbar weiter einen Engpass bei den Turbinen. Dies beschränkt den Bau vor allem in der A320er-Reihe. Auch die Unternehmensführung verweist auf Unsicherheiten in der Lieferkette. Das verschlechtert das Chancen-Risiko-Profil von Airbus. Zudem wächst der Wettbewerbsdruck vor allem dank Comac an. In der Bewertung ist dieser Aspekt noch nicht wirklich berücksichtigt.
Die Analysten bestätigen die Verkaufsempfehlung für die Papiere von Airbus. Das Kursziel steht weiter bei 175,00 Euro.
Aus ihrer Sicht ist der Konsens derzeit noch zu zuversichtlich. Sie erwarten 2026 einen Gewinn je Aktie von 7,32 Euro (alt: 6,73 Euro, 2025: 6,61 Euro). 2027 soll das Plus auf 8,60 Euro (alt: 8,67 Euro) ansteigen.
Die Aktien von Airbus (WKN: 938914, ISIN: NL0000235190, Chart, News) verlieren an der Börse in Paris 7,2 Prozent auf 186,20 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 10 Prozent.
