Bayer: DAX-Aktie wird deutlich abgestuft
Bayer hat in den USA einen Sammelvergleich abgeschlossen. Damit können dort die meisten Glyphosat-Klagen beigelegt werden. Der Vergleich sieht Zahlungen über 21 Jahre vor, die Unsicherheiten in diesem juristischen Fall werden so deutlich verringert.
Die Rückstellungen müssen um 4 Milliarden Euro auf 11,8 Milliarden Euro aufgestockt werden. Daraus resultiert für 2026 eine Einmalbelastung in Höhe von 5 Milliarden Euro. Die Finanzierung ist durch Kredite und Anleihen gesichert. Die Analysten der DZ Bank bezeichnen den Vorgang als strategisch wichtigen Schritt.
Es gibt von den Analysten nach diesen Entwicklungen eine Neubewertung der Bayer-Aktie. Dabei sinkt das Kursziel für den DAX-Titel von 51,00 Euro auf 42,00 Euro. Bisher gab es für die Aktie eine Kaufempfehlung. Das neue Votum für das Papier lautet „verkaufen“.
Kurzfristig kann es einen Abwärtsdruck bei der Aktie geben. Langfristig kann sich der Glyphosat-Vergleich jedoch positiv auswirken. Es großes Rechtsrisiko entfällt dadurch.
Die Analysten erwarten 2026 bei Bayer einen Gewinn je Aktie von 4,96 Euro (alt: 4,97 Euro). 2027 soll das Plus auf 5,09 Euro (alt: 5,16 Euro) ansteigen.
Die Papiere von Bayer (WKN: BAY001, ISIN: DE000BAY0017, Chart, News) verlieren 10,1 Prozent auf 44,31 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 128 Prozent.
