Deutsche Rohstoff startet Bohrprogramm in Wyoming - Chinook Pad über Erwartungen
Der Mannheimer Ölkonzern Deutsche Rohstoff nimmt 2026 sein Investitionsprogramm in den USA auf. Die Tochter 1876 Resources wird Ende Februar ein Bohrgerät im Powder River Basin in Wyoming in Betrieb nehmen und zunächst vier Niobrara-Bohrungen abteufen. „Die Investitionen sollen an die stark reduzierten Kosten von 9 Millionen Dollar je Bohrung im Jahr 2025 anknüpfen und können entsprechend auch bei geringeren Ölpreisen sehr attraktive Renditen erwirtschaften”, so das Unternehmen am Dienstag.
Im Joint Venture Salt Creek hat Deutsche Rohstoff bereits neun Bohrungen bis Ende Januar fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2026 geplant. Das Gesamtbudget für dieses Programm beträgt 40 Millionen US-Dollar. Parallel wertet das Unternehmen weitere nicht-betriebsgeführte Transaktionen aus. Die Tochter Bright Rock Energy hat unterdessen ihre Position in Ohio durch den Kauf von rund 4.000 Acre Förderrechten und Mineralrechte erweitert. Eine größere Transaktion in diesem Zusammenhang hatte ein Volumen von etwa 8 Millionen US-Dollar.
Deutsche Rohstoff produzierte 2025 durchschnittlich rund 13.600 Barrel-Öläquivalente pro Tag, davon rund 8.800 Barrel Öl. Der Ölanteil an der Gesamtförderung stieg auf 65 Prozent. „Der Rückgang der Förderung um rund 8 Prozent lag nahezu ausschließlich an der niedrigeren Gasförderung, während die Ölförderung das Vorjahresniveau erreichte”, so Deutsche Rohstoff.
Die neuen Bohrungen vom Chinook Pad erfüllen die Erwartungen laut Deutsche Rohstoff deutlich: Nach acht Monaten Laufzeit produzierten die vier Bohrungen durchschnittlich je rund 150.000 Barrel Öl und lagen damit weit über Plan. Zur Absicherung gegen Preisvolatilität hat das Unternehmen rund 30 Prozent der geplanten Ölproduktion 2026 gehedgt, davon etwa die Hälfte über Swaps zu 66 US-Dollar pro Barrel und 35 Prozent über Put-Optionen bei 50 US-Dollar pro Barrel.
Die Deutsche Rohstoff Aktie (WKN: A0XYG7, ISIN: DE000A0XYG76, Chart, News) notiert bei 59,10 Euro mit 0,84 Prozent im Minus.
