Newron Pharmaceuticals: Wichtige Weichenstellung rückt näher
Seit Dezember läuft bei Newron Pharmaceuticals die klinische Phase-III-Studie ENIGMA-TRS 2 mit Evenamide als Zusatztherapie für Patienten mit behandlungsresistenter Schizophrenie (TRS). 400 Patienten sollen darin aufgenommen werden. Noch ist diese Studie aber nicht vollständig finanziert. Die Lücke liegt bei 25 Millionen Euro.
Auf einer Konferenz von ODDO BHF im Oktober sagte Newron-Vorstand Stefan Weber gegenüber unserer Redaktion, dass es zwei Ideen gäbe, wie man das Geld ins Unternehmen holen könne: Eine Kapitalerhöhung oder eine Evenamide-Lizenzvergabe für weitere Regionen. Im Februar solle es dazu eine Entscheidung geben.
Auf der aktuellen ODDO BHF Small & Mid Cap Conference in Frankfurt hat sich Weber nun erneut gegenüber Investoren zu diesem Thema geäußert. Dabei wird deutlich, dass die Entscheidung tatsächlich zeitnah erfolgen soll. Und zwischen den Zeilen meinte man herauszuhören, dass eine Kapitalerhöhung der favorisiertere Weg für die vollständige Finanzierung der Studie sein könnte. Letztlich bleibt dies bis zu einer Bestätigung von Newron jedoch Spekulation.
Der Kurs von Newron hat sich seit Ende Oktober um rund 40 Prozent verbessert. Somit würde die Ausgabe neuer Aktien heute zu einer geringeren Verwässerung führen als zu damaligen Kursen. Weber glaubt, dass Investoren diesen Weg somit leichter mitgehen würden.
Analysten sehen hohes Potenzial
Zudem ist die Gesellschaft seit dem Studienstart, der in den USA stattgefunden hat, auch bei dortigen Investoren auf dem Radarschirm. Verschiedene Analysten haben zuletzt die Coverage von Newron aufgenommen. Deren Kursziele liegen bei 32 CHF, 42 CHF und mehr als 70 CHF. Um in den USA noch mehr Aufmerksamkeit zu erhalten, dürfte es früher oder später auch ein Listing der Newron-Aktien an der Nasdaq geben. Doch noch ist die Zeit dafür nicht ganz reif.
Nicht ohne Stolz erläutert Weber, dass man am Jahresanfang ein weiteres Patent für den Wirkstoffkandidaten Evenamide erhalten hat. Das Stoffpatent EP4615820 schützt kristalline Formen von Evenamide, Herstellungsverfahren sowie deren Verwendung und hat eine Laufzeit bis 2044. Damit wird der bestehende Schutz des geistigen Eigentums für Evenamide in der Europäischen Union erweitert, was zugleich einer Wertsteigerung entspricht. Entsprechende Patentanmeldungen wurden auch in anderen wichtigen Ländern eingereicht, u.a. in den USA. Weber schätzt, dass das dortige Patentverfahren ein Jahr dauern wird.
Die Aktien von Newron Pharmaceuticals (WKN: A0LF18, ISIN: IT0004147952, Chart, News) gewinnen 4,8 Prozent auf 21,90 Euro. In den vergangenen sechs Monaten schafft die Aktie ein Plus von 186 Prozent.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Newron Pharmaceuticals.
