Munich Re: Analysten verweisen auf Preisdruck zur Erneuerungsrunde
Zur Aktie von Munich Re liegen nach der Januar-Erneuerungsrunde im Rückversicherungsgeschäft neue Analystenstudien vor. Die Einschätzungen der Research-Häuser beziehen sich vor allem auf die Entwicklung der Preise und die Wettbewerbssituation im Markt. Die Einstufungen bleiben unverändert, die Bewertungen unterscheiden sich jedoch im Detail. Im Fokus stehen die veränderten Marktbedingungen nach mehreren Jahren hoher Profitabilität.
JPMorgan sieht Munich Re weiterhin als bevorzugten Wert im Rückversicherungssektor und hält an der Einstufung „Overweight“ bei einem Kursziel von 655 Euro fest. Innerhalb des Rückversicherungssektors vergibt JPMorgan diese Einstufung ausschließlich an Munich Re. In der Studie wird zugleich auf eine außergewöhnlich schwache Preisdynamik in der Januar-Erneuerungsrunde hingewiesen, die laut Haus das stärkste Minus seit den 1990er-Jahren markiert. Zudem verweist man auf den Anspruch des Münchener Konzerns, bis zum Jahr 2030 den Gewinn je Aktie durchschnittlich um mindestens 8 Prozent zu erhöhen.
Berenberg bestätigt das „Hold“ für die Aktien von Munich Re ebenso wie deren Kursziel von 629 Euro. In einer Studie zur europäischen Rückversicherungsbranche wird die aktuelle Vertragserneuerung zum 1. Januar 2026 als Phase der Abschwächung des zuvor harten Marktes beschrieben. Nach der außergewöhnlich profitablen Periode von 2023 bis 2025 sei reichlich Kapital im Markt vorhanden, während sich die Konkurrenz verstärkt habe. Gleichzeitig würden die an die Risiken angepassten Preise in den Sach- und Spezialversicherungssparten sinken.
RBC belässt die Einstufung für Munich Re auf „Sector Perform“. In einer Branchenstudie wird die Preiserneuerungsrunde im Januar als etwas negativer als vom Markt befürchtet eingeschätzt. Weitere Anpassungen an der Einstufung nennt RBC in diesem Zusammenhang nicht.
Die Novo Nordisk Aktie (WKN: 843002, ISIN: DE0008430026, Chart, News) notiert bei 48,65 Euro mit 0,86 Prozent im Plus.
