Bayer: Sevabertinib erhält Breakthrough-Status - Aktie stagniert nach Kursrallye
Bayer hat für Sevabertinib in den USA und in China den Breakthrough Therapy Status als Erstlinientherapie zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) erhalten. Die Einstufung wurde nach Angaben des Unternehmens aus Leverkusen vom Dienstag von der U.S. Food and Drug Administration sowie vom chinesischen Center for Drug Evaluation erteilt.
Grundlage der Entscheidung sind laut Bayer vorläufige klinische Daten aus der Phase-I/II-Studie SOHO-01 bei zuvor unbehandelten Patienten. Sevabertinib ist ein oral verfügbarer Tyrosinkinase-Inhibitor, der auf HER2-aktivierende Mutationen abzielt.
Lungenkrebs mit wenig Behandlungsmöglichkeiten
Der Breakthrough Therapy Status dient der beschleunigten Entwicklung von Arzneimitteln bei schwerwiegenden Erkrankungen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Die Erkrankung habe bisher eine ungünstige Prognose hat und es gebe nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten, sagt Christian Rommel, Globaler Leiter Forschung und Entwicklung bei der Division Pharmaceuticals von Bayer.
Bereits im November 2025 hatte Sevabertinib in den USA eine beschleunigte Zulassung für zuvor behandelte Patienten mit fortgeschrittenem HER2-mutiertem NSCLC erhalten. Diese basierte auf Wirksamkeitsdaten aus weiteren Patientenkohorten derselben Studie.
Die zuletzt stark gestiegene Bayer Aktie (WKN: BAY001, ISIN: DE000BAY0017, Chart, News) notiert am Dienstagvormittag im XETRA-Handel auf unverändertem Niveau bei 38,32 Euro. Im Dezember hatte der Aktienkurs des DAX-Konzerns mit dem Ausbruch über starke charttechnische Hürden bei 30/31 Euro wichtige Kaufsignale generiert und eine lange Bodenbildungsphase charttechnisch abgeschlossen. Zuletzt hat die Bayer Aktie bei 36,09 Euro ein weiterer Widerstand überwunden und ein neues Zweijahreshoch erreicht.
