Intel: Nvidia kann keine Wunder vollbringen
Vor wenigen Wochen haben sich die USA mit 10 Prozent an Intel beteiligt. Jetzt zieht Nvidia nach. Der Konkurrent wird 5 Milliarden Dollar in Intel investieren. Dafür erhält man rund 4 Prozent aller Intel-Aktien zu je 23,28 Dollar. Das ist ein Abschlag von 6,5 Prozent zum vorherigen Kurs. Die beiden Konzerne wollen zudem bei Prozessoren für Rechenzentren zusammenarbeiten.
Für die Analysten der DZ Bank stellt diese Transaktion eine Art Rettungsanker für Intel dar. So kann die Wettbewerbsfähigkeit von Intel wieder verbessert werden. Die Analysten werten die Partnerschaft grundsätzlich als positiv. Sie vergeben daher bei ihrem Kursziel zunächst einen Bewertungsaufschlag von 25 Prozent, bis sie die Situation besser einschätzen können.
Wie bisher sprechen sie aber eine Verkaufsempfehlung für die Aktien von Intel aus. Das Kursziel wird von 17,00 Dollar auf 25,00 Dollar angehoben.
Langfristig haben sich die Perspektiven von Intel nach dem Nvidia-Deal verbessert. Der jüngste Kursanstieg von 60 Prozent ist für die Analysten aber überzogen. Denn auch Nvidia wird bei den operativen Problemen rund um Intel keine Wunder verbringen können.
An der Nasdaq hat die Intel-Aktie gestern 22,8 Prozent auf 30,57 Dollar gewonnen. Auf Xetra gibt die Aktie heute 4,4 Prozent auf 25,90 Euro nach.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Intel.
