IVG: Was macht das Sorgenkind?
Die IVG-Aktie ist eines der großen Sorgenkinder am deutschen Aktienmarkt. Binnen kurzer Zeit muss das hoch verschuldete Immobilienunternehmen aus Bonn ein Konzept zusammen bauen, mit dem man in diesem und dem kommenden Jahr milliardenschwere Schulden, die zur Rückzahlung anstehen, stemmen kann. Am Markt spekuliert man über ein Konzept, dass die ebenfalls als Bonn stammende Solarworld durchzusetzen versucht: Den Tausch von Schulden in Aktien, was die Zahl der ausgegebenen Papiere aber enorm erhöht und die derzeitigen Aktionäre damit quasi aus dem Unternehmen drängt, gemessen an ihren prozentualen Anteilen. Die Alternative hierzu ist alles andere als attraktiv und könnte Insolvenz heißen.
Noch aber ist kein Konzept fertig geschnürt, sodass die Unsicherheit den IVG-Anteilsschein extrem belastet. Der Kurs bewegt sich per Schlusskurs vom Donnerstag mit 0,346 Euro quasi auf Allzeittief, dieses wurde am 13. Mai bei 0,344 Euro markiert. Offen ist, ob der Aktienkurs des Unternehmens sich hier stabilisieren kann. Vorbörslich liegen die Indikationen am Freitagmorgen zwischen 0,34 Euro und 0,37 Euro. Eine solche Stabilisierung könnte nach den enormen Verlusten der IVG-Aktie zu einer technisch bedingten Gegenbewegung führen, insbesondere wenn auch der Widerstand bei 0,423 Euro überwunden wird. Ansonsten bleibt die Aktie hoch risikoreich und vom Totalverlust bedroht.
