Goldpreis und Silberpreis aktuell: Steigende Zinsen und US-Dollar bremsen die Edelmetalle
Trotz geopolitischer Zuspitzung im Nahen Osten verliert Gold vorerst seinen Glanz als sicherer Hafen. Anstatt von den neuen Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu profitieren, bleiben die Edelmetalle in den Würgegriff makroökonomischer Faktoren: Ein rasanter Ölpreisanstieg, kletternde US-Renditen und ein erstarkender Dollar dominieren das Marktgeschehen und drücken Spot-Gold auf rund 4.074 US-Dollar je Unze, während Silber auf etwa 58,12 US-Dollar abrutscht.
Makroökonomie sticht Geopolitik
Noch nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der die Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik kurzzeitig befeuerte, sah das Umfeld für Edelmetalle konstruktiv aus. Dieser positive Effekt verblasste jedoch schnell mit der Veröffentlichung der jüngsten Fed-Protokolle, die den anhaltenden Fokus der US-Notenbank auf eine hartnäckige Inflation unterstreichen. Gleichzeitig sorgt die militärische Eskalation an der Straße von Hormus für massive Marktdynamik. Nach Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran verzeichneten die Ölpreise kräftige Aufschläge, wobei WTI und Brent zunächst um rund sechs Prozent auf 74,93 (WTI) beziehungsweise 78,73 (Brent) US-Dollar pro Barrel hochschossen.
Für den Goldpreis löste diese Krisenlage jedoch keinen Fluchtreflex aus. Vielmehr schürte der Ölpreissprung neue Inflationssorgen und die Erwartung längerfristig hoher Zinsen. Infolgedessen kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf über 4,58 Prozent und zog den Dollarindex auf den höchsten Stand seit Anfang Juli. Silber geriet dabei noch stärker unter die Räder, da industrielle Konjunktursorgen zusätzlich auf den Kurs drückten und den Abstand zum Gold weiter vergrößerten.
Wichtige technische Marken im Fokus
Durch diesen konjunkturellen Gegenwind haben kurzfristig die Bären das Ruder übernommen. Spot-Gold markierte ein Fünf-Tage-Tief bei 4.022 US-Dollar und scheiterte beim Versuch, den 20-Tage-Durchschnitt zurückzuerobern. Auf der Unterseite gilt nun ein Bruch der Marke von 4.041,65 US-Dollar als nächstes negatives Signal, das den Weg in Richtung 3.942,10 und 3.886,46 US-Dollar ebnen könnte. Für eine spürbare Aufhellung des Chartbildes müssten die Notierungen zunächst die Widerstandszone zwischen 4.162,36 und 4.214,34 US-Dollar überwinden, um den 50-Tage-Durchschnitt bei 4.372,44 US-Dollar ins Visier zu nehmen.
Auch bei Silber drückt die technische Schwäche auf das Sentiment. Der Markt testete zuletzt die wichtige Unterstützungszone zwischen 59,44 und 58,53 US-Dollar. Gibt dieses Level nach, drohen weitere Abgaben bis in den Bereich um 55,60 oder gar 50,00 US-Dollar. Erst eine Rückkehr über 63,28 US-Dollar würde neues Potenzial freisetzen und die gleitenden Durchschnitte jenseits der 70-Dollar-Marke wieder als realistische Ziele aktivieren.
Disclaimer
I. Informationsfunktion und Haftungsausschluss: Die GOLDINVEST Consulting GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Analysen und Nachrichten auf www.goldinvest.de zu veröffentlichen. Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle, fachkundige Anlageberatung. Es handelt sich nicht um Finanzanalysen oder Verkaufsangebote, noch liegt eine Handlungsaufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren vor. Entscheidungen, die auf Basis der veröffentlichten Informationen getroffen werden, erfolgen vollständig auf eigene Gefahr. Zwischen der GOLDINVEST Consulting GmbH und den Lesern bzw. Nutzern entsteht kein vertragliches Verhältnis, da sich unsere Informationen ausschließlich auf das Unternehmen und nicht auf persönliche Anlageentscheidungen beziehen.
II. Risikoaufklärung: Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Trotz sorgfältiger Recherche übernimmt die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren keine Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie bezüglich Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der veröffentlichten Informationen. Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Nutzungshinweise.
III. Interessenkonflikte: Gemäß §34b WpHG und §48f Abs. 5 BörseG (Österreich) weisen wir darauf hin, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH sowie ihre Partner, Auftraggeber oder Mitarbeiter Aktien der oben genannten Unternehmen halten. Zudem besteht ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag zwischen diesen Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH, und es ist möglich, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH jederzeit Aktien dieser Unternehmen kauft oder verkauft. Diese Umstände können zu Interessenkonflikten führen, da die oben genannten Unternehmen die GOLDINVEST Consulting GmbH für die Berichterstattung entlohnen.
IV. Einsatz von KI-gestützten Systemen: Bei der Erstellung von Beiträgen können KI-gestützte Systeme zur Unterstützung von Recherche, Strukturierung oder sprachlicher Optimierung eingesetzt werden. Sämtliche Inhalte werden vor Veröffentlichung redaktionell geprüft und verantwortet.
Makroökonomie sticht Geopolitik
Noch nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der die Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik kurzzeitig befeuerte, sah das Umfeld für Edelmetalle konstruktiv aus. Dieser positive Effekt verblasste jedoch schnell mit der Veröffentlichung der jüngsten Fed-Protokolle, die den anhaltenden Fokus der US-Notenbank auf eine hartnäckige Inflation unterstreichen. Gleichzeitig sorgt die militärische Eskalation an der Straße von Hormus für massive Marktdynamik. Nach Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran verzeichneten die Ölpreise kräftige Aufschläge, wobei WTI und Brent zunächst um rund sechs Prozent auf 74,93 (WTI) beziehungsweise 78,73 (Brent) US-Dollar pro Barrel hochschossen.
Für den Goldpreis löste diese Krisenlage jedoch keinen Fluchtreflex aus. Vielmehr schürte der Ölpreissprung neue Inflationssorgen und die Erwartung längerfristig hoher Zinsen. Infolgedessen kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf über 4,58 Prozent und zog den Dollarindex auf den höchsten Stand seit Anfang Juli. Silber geriet dabei noch stärker unter die Räder, da industrielle Konjunktursorgen zusätzlich auf den Kurs drückten und den Abstand zum Gold weiter vergrößerten.
Wichtige technische Marken im Fokus
Durch diesen konjunkturellen Gegenwind haben kurzfristig die Bären das Ruder übernommen. Spot-Gold markierte ein Fünf-Tage-Tief bei 4.022 US-Dollar und scheiterte beim Versuch, den 20-Tage-Durchschnitt zurückzuerobern. Auf der Unterseite gilt nun ein Bruch der Marke von 4.041,65 US-Dollar als nächstes negatives Signal, das den Weg in Richtung 3.942,10 und 3.886,46 US-Dollar ebnen könnte. Für eine spürbare Aufhellung des Chartbildes müssten die Notierungen zunächst die Widerstandszone zwischen 4.162,36 und 4.214,34 US-Dollar überwinden, um den 50-Tage-Durchschnitt bei 4.372,44 US-Dollar ins Visier zu nehmen.
Auch bei Silber drückt die technische Schwäche auf das Sentiment. Der Markt testete zuletzt die wichtige Unterstützungszone zwischen 59,44 und 58,53 US-Dollar. Gibt dieses Level nach, drohen weitere Abgaben bis in den Bereich um 55,60 oder gar 50,00 US-Dollar. Erst eine Rückkehr über 63,28 US-Dollar würde neues Potenzial freisetzen und die gleitenden Durchschnitte jenseits der 70-Dollar-Marke wieder als realistische Ziele aktivieren.
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