Ende des Ausverkaufs? Gold und Silber womöglich kurz vor dem nächsten Ausbruch
Ist der schlimmste Verkaufsdruck bei Gold und Silber endlich überstanden? Obwohl der Goldpreis den ersten Widerstand oberhalb von 4.200 US-Dollar bislang nicht knacken konnte, sieht Ole Hansen, Rohstoffstratege der Saxo Bank, klare Anzeichen für ein Ende der monatelangen Korrektur. Aus seiner Sicht verschiebt sich das Marktumfeld derzeit von reiner Liquidation hin zu einer nachhaltigen Bodenbildung, bei der Edelmetalle wieder selektiv eingesammelt werden.
US-Geldpolitik als entscheidender Treiber für den Ausbruch
Die nächste große Preisbewegung hängt maßgeblich von den makroökonomischen Bedingungen ab. Zwar preist der Markt noch eine Zinserhöhung der US-Notenbank für dieses Jahr ein, doch enttäuschende Arbeitsmarktdaten mit lediglich 57.000 neuen Stellen im Juni haben die aggressivsten Prognosen bereits gedämpft. Zudem signalisierte der neue Fed-Chef Kevin Warsh zuletzt nachlassende Inflationsrisiken. Gegenüber Kitco News erklärte Hansen folgerichtig, dass er für dieses Jahr keine weitere Zinsanhebung erwarte. Sinkende Energiepreise und schwindender Inflationsdruck entziehen einer restriktiven Geldpolitik die Grundlage. Sobald sich diese Erkenntnis am Markt durchsetzt, dürfte ein schwächerer US-Dollar dem Goldpreis massiven Auftrieb verleihen.
Technische Reparaturphase und Momentum-Chancen bei Silber
Trotz der fundamentalen Aufhellung befindet sich Gold technisch noch in einer Reparaturphase und notiert weiterhin 26 Prozent unter seinem Januarhoch. Während die Unterstützung unter 4.000 US-Dollar erfolgreich verteidigt wurde, nutzen Investoren Erholungen in Richtung 4.200 US-Dollar bislang zum Positionsabbau. Für eine echte Trendwende muss das Edelmetall zunächst die 200-Tage-Linie bei 4.485 US-Dollar sowie das wichtige Korrektur-Retracement bei 4.574 US-Dollar überwinden.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Silber, das nach einem Stopp der jüngsten Verkaufswelle im mittleren 50-Dollar-Bereich eine konstruktive Erholung über die 60-Dollar-Marke vollzog, bevor es bei 63,27 US-Dollar gedeckelt wurde. Silber verbindet die makroökonomische Sensitivität von Gold mit einem extrem engen fundamentalen Umfeld aus mehrjährigen Angebotsdefiziten und steigender industrieller Nachfrage. Aufgrund der geringeren Marktgröße bleibt das weiße Metall für Momentum-Investoren hochinteressant, erfordert aber wegen der starken Abhängigkeit von kurzfristigen Kapitalflüssen weiterhin gute Nerven bei plötzlichen Stimmungswechseln.
Disclaimer
I. Informationsfunktion und Haftungsausschluss: Die GOLDINVEST Consulting GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Analysen und Nachrichten auf www.goldinvest.de zu veröffentlichen. Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle, fachkundige Anlageberatung. Es handelt sich nicht um Finanzanalysen oder Verkaufsangebote, noch liegt eine Handlungsaufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren vor. Entscheidungen, die auf Basis der veröffentlichten Informationen getroffen werden, erfolgen vollständig auf eigene Gefahr. Zwischen der GOLDINVEST Consulting GmbH und den Lesern bzw. Nutzern entsteht kein vertragliches Verhältnis, da sich unsere Informationen ausschließlich auf das Unternehmen und nicht auf persönliche Anlageentscheidungen beziehen.
II. Risikoaufklärung: Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Trotz sorgfältiger Recherche übernimmt die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren keine Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie bezüglich Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der veröffentlichten Informationen. Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Nutzungshinweise.
III. Interessenkonflikte: Gemäß §34b WpHG und §48f Abs. 5 BörseG (Österreich) weisen wir darauf hin, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH sowie ihre Partner, Auftraggeber oder Mitarbeiter Aktien der oben genannten Unternehmen halten. Zudem besteht ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag zwischen diesen Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH, und es ist möglich, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH jederzeit Aktien dieser Unternehmen kauft oder verkauft. Diese Umstände können zu Interessenkonflikten führen, da die oben genannten Unternehmen die GOLDINVEST Consulting GmbH für die Berichterstattung entlohnen.
IV. Einsatz von KI-gestützten Systemen: Bei der Erstellung von Beiträgen können KI-gestützte Systeme zur Unterstützung von Recherche, Strukturierung oder sprachlicher Optimierung eingesetzt werden. Sämtliche Inhalte werden vor Veröffentlichung redaktionell geprüft und verantwortet.
US-Geldpolitik als entscheidender Treiber für den Ausbruch
Die nächste große Preisbewegung hängt maßgeblich von den makroökonomischen Bedingungen ab. Zwar preist der Markt noch eine Zinserhöhung der US-Notenbank für dieses Jahr ein, doch enttäuschende Arbeitsmarktdaten mit lediglich 57.000 neuen Stellen im Juni haben die aggressivsten Prognosen bereits gedämpft. Zudem signalisierte der neue Fed-Chef Kevin Warsh zuletzt nachlassende Inflationsrisiken. Gegenüber Kitco News erklärte Hansen folgerichtig, dass er für dieses Jahr keine weitere Zinsanhebung erwarte. Sinkende Energiepreise und schwindender Inflationsdruck entziehen einer restriktiven Geldpolitik die Grundlage. Sobald sich diese Erkenntnis am Markt durchsetzt, dürfte ein schwächerer US-Dollar dem Goldpreis massiven Auftrieb verleihen.
Technische Reparaturphase und Momentum-Chancen bei Silber
Trotz der fundamentalen Aufhellung befindet sich Gold technisch noch in einer Reparaturphase und notiert weiterhin 26 Prozent unter seinem Januarhoch. Während die Unterstützung unter 4.000 US-Dollar erfolgreich verteidigt wurde, nutzen Investoren Erholungen in Richtung 4.200 US-Dollar bislang zum Positionsabbau. Für eine echte Trendwende muss das Edelmetall zunächst die 200-Tage-Linie bei 4.485 US-Dollar sowie das wichtige Korrektur-Retracement bei 4.574 US-Dollar überwinden.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Silber, das nach einem Stopp der jüngsten Verkaufswelle im mittleren 50-Dollar-Bereich eine konstruktive Erholung über die 60-Dollar-Marke vollzog, bevor es bei 63,27 US-Dollar gedeckelt wurde. Silber verbindet die makroökonomische Sensitivität von Gold mit einem extrem engen fundamentalen Umfeld aus mehrjährigen Angebotsdefiziten und steigender industrieller Nachfrage. Aufgrund der geringeren Marktgröße bleibt das weiße Metall für Momentum-Investoren hochinteressant, erfordert aber wegen der starken Abhängigkeit von kurzfristigen Kapitalflüssen weiterhin gute Nerven bei plötzlichen Stimmungswechseln.
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