Schwache US-Jobdaten treiben Goldpreis zurück über 4.100 Dollar
Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht hat dem Goldpreis frischen Rückenwind verliehen und die Notierungen zurück über die Marke von 4.100 US-Dollar katapultiert. Mit lediglich 57.000 neu geschaffenen Stellen im Juni wurden die Markterwartungen von 115.000 drastisch verfehlt.
Erschwerend kam hinzu, dass die Zahlen für April und Mai um insgesamt 74.000 Jobs nach unten korrigiert wurden. Obwohl die Arbeitslosenquote leicht auf 4,2 Prozent sank, interpretieren die Märkte die Daten als klares Zeichen einer konjunkturellen Abkühlung. In der Folge gab der US-Dollar nach, da Investoren mögliche weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank nun eher im Dezember statt im Oktober einpreisen.
Goldpreis und Silber profitieren von schwindendem Zinsdruck
Diese nachlassenden Zinsängste stützten die Edelmetalle massiv – und das, obwohl die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen hartnäckig nahe 4,5 Prozent verharrte und eine stärkere Entlastung über den Zinskanal verhinderte. Dennoch verbuchte Gold auf Wochensicht den stärksten Anstieg seit Ende Mai. Noch dynamischer präsentierte sich Silber: Das Weißmetall beendete eine siebenwöchige Verlustserie, erholte sich kräftig von seinen Junitiefs und übertraf damit sogar die starke Performance von Gold.
Aus charttechnischer Sicht richtet sich der Fokus beim Goldpreis nun auf die Widerstandszone zwischen 4.162,36 und 4.214,34 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg zu den nächsten Zielen bei 4.382,62 und 4.411,94 US-Dollar ebnen. Auf der Unterseite gilt ein Rückfall unter 3.959,00 US-Dollar als erstes Warnsignal, gefolgt von weiteren Unterstützungen bei 3.942,10 und 3.886,46 US-Dollar. Für Silber liegt die nächste entscheidende Hürde zwischen 60,05 und 63,32 US-Dollar. Wird dieser Bereich überwunden, rücken 65,03 und 69,85 US-Dollar in den Fokus, während das Edelmetall bei 58,83 und 58,00 US-Dollar zunächst gut unterstützt bleibt.
Geopolitische Risiken rücken in den Hintergrund
Während die US-Makrodaten die Preisentwicklung dominieren, verliert die Lage in der Straße von Hormus ihren Einfluss als akuter Markttreiber. Der Schiffsverkehr hat sich mit durchschnittlich rund 40 Durchfahrten pro Tag wieder normalisiert. Parallel dazu notieren auch die Ölpreise mit 68,69 US-Dollar für WTI und 71,80 US-Dollar für Brent wieder auf Vorkriegsniveau. Die geopolitische Risikoprämie ist angesichts laufender US-Iran-Verhandlungen und des ungestörten Verkehrsaufkommens deutlich gesunken, sodass der Nahost-Konflikt für den Goldmarkt derzeit nur noch einen geopolitischen Restfaktor darstellt.
Disclaimer
I. Informationsfunktion und Haftungsausschluss: Die GOLDINVEST Consulting GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Analysen und Nachrichten auf www.goldinvest.de zu veröffentlichen. Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle, fachkundige Anlageberatung. Es handelt sich nicht um Finanzanalysen oder Verkaufsangebote, noch liegt eine Handlungsaufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren vor. Entscheidungen, die auf Basis der veröffentlichten Informationen getroffen werden, erfolgen vollständig auf eigene Gefahr. Zwischen der GOLDINVEST Consulting GmbH und den Lesern bzw. Nutzern entsteht kein vertragliches Verhältnis, da sich unsere Informationen ausschließlich auf das Unternehmen und nicht auf persönliche Anlageentscheidungen beziehen.
II. Risikoaufklärung: Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Trotz sorgfältiger Recherche übernimmt die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren keine Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie bezüglich Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der veröffentlichten Informationen. Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Nutzungshinweise.
III. Interessenkonflikte: Gemäß §34b WpHG und §48f Abs. 5 BörseG (Österreich) weisen wir darauf hin, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH sowie ihre Partner, Auftraggeber oder Mitarbeiter Aktien der oben genannten Unternehmen halten. Zudem besteht ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag zwischen diesen Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH, und es ist möglich, dass die GOLDINVEST Consulting GmbH jederzeit Aktien dieser Unternehmen kauft oder verkauft. Diese Umstände können zu Interessenkonflikten führen, da die oben genannten Unternehmen die GOLDINVEST Consulting GmbH für die Berichterstattung entlohnen.
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Erschwerend kam hinzu, dass die Zahlen für April und Mai um insgesamt 74.000 Jobs nach unten korrigiert wurden. Obwohl die Arbeitslosenquote leicht auf 4,2 Prozent sank, interpretieren die Märkte die Daten als klares Zeichen einer konjunkturellen Abkühlung. In der Folge gab der US-Dollar nach, da Investoren mögliche weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank nun eher im Dezember statt im Oktober einpreisen.
Goldpreis und Silber profitieren von schwindendem Zinsdruck
Diese nachlassenden Zinsängste stützten die Edelmetalle massiv – und das, obwohl die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen hartnäckig nahe 4,5 Prozent verharrte und eine stärkere Entlastung über den Zinskanal verhinderte. Dennoch verbuchte Gold auf Wochensicht den stärksten Anstieg seit Ende Mai. Noch dynamischer präsentierte sich Silber: Das Weißmetall beendete eine siebenwöchige Verlustserie, erholte sich kräftig von seinen Junitiefs und übertraf damit sogar die starke Performance von Gold.
Aus charttechnischer Sicht richtet sich der Fokus beim Goldpreis nun auf die Widerstandszone zwischen 4.162,36 und 4.214,34 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg zu den nächsten Zielen bei 4.382,62 und 4.411,94 US-Dollar ebnen. Auf der Unterseite gilt ein Rückfall unter 3.959,00 US-Dollar als erstes Warnsignal, gefolgt von weiteren Unterstützungen bei 3.942,10 und 3.886,46 US-Dollar. Für Silber liegt die nächste entscheidende Hürde zwischen 60,05 und 63,32 US-Dollar. Wird dieser Bereich überwunden, rücken 65,03 und 69,85 US-Dollar in den Fokus, während das Edelmetall bei 58,83 und 58,00 US-Dollar zunächst gut unterstützt bleibt.
Geopolitische Risiken rücken in den Hintergrund
Während die US-Makrodaten die Preisentwicklung dominieren, verliert die Lage in der Straße von Hormus ihren Einfluss als akuter Markttreiber. Der Schiffsverkehr hat sich mit durchschnittlich rund 40 Durchfahrten pro Tag wieder normalisiert. Parallel dazu notieren auch die Ölpreise mit 68,69 US-Dollar für WTI und 71,80 US-Dollar für Brent wieder auf Vorkriegsniveau. Die geopolitische Risikoprämie ist angesichts laufender US-Iran-Verhandlungen und des ungestörten Verkehrsaufkommens deutlich gesunken, sodass der Nahost-Konflikt für den Goldmarkt derzeit nur noch einen geopolitischen Restfaktor darstellt.
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