EQS-News: ParTec und BF exaQC nehmen weitgehend vorteilhaftes, abweisendes Erstinstanz-Urteil zur Kenntnis. Pyrrhussieg für NVIDIA?!

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ParTec und BF exaQC nehmen weitgehend vorteilhaftes, abweisendes Erstinstanz-Urteil zur Kenntnis. Pyrrhussieg für NVIDIA?! München, 11. März 2026 - Das europäische Unified Patent Court (UPC), Lokale Kammer München, hat heute in der Rechtssache ParTec AG (ISIN: DE000A3E5A34 / WKN: A3E5A3) und BF exaQC AG gegen NVIDIA Corporation und NVIDIA GmbH die Patentverletzungsklage betreffend das europäische Patent EP 3 743 812 B1 in erster Instanz abgewiesen. ParTec und BF exaQC werden dagegen Berufung einlegen. Zugleich hat das UPC an der Gültigkeit von EP 3 743 812 B1 keinen Zweifel gelassen: Das Patent schützt die grundlegende Technologie für effektive KI-Supercomputer. ParTec sieht dadurch sein Patent gestärkt und ein klares Signal an die KI-Industrie. Einordnung des Urteils Das Gericht hatte in der mündlichen Verhandlung vom 13. Februar 2026 sämtliche Angriffs- und Verteidigungspunkte von NVIDIA (über 30 verschiedene Angriffe) vollständig zugunsten der Kläger entschieden. Einzig die Frage, ob die von NVIDIAs run:ai-Plattform verarbeiteten Informationen als Information für weitere Iterationen im Sinne von Anspruch 1 des Patentes qualifizieren, führte zur Klageabweisung. Dem liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Hochwertige Mikroprozessoren für die anspruchsvolle Rechenarbeit moderner KI-Systeme werden derzeit weltweit ausschließlich von amerikanischen Unternehmen bereitgestellt - z. B. NVIDIA, AMD und Intel. Die Entwicklung dieser hochkomplexen Chips ist allerdings nur die eine Seite. Eine effiziente Auslastung dieser Prozessoren ist aber die entscheidende Hürde, denn auch die ausgefeilteste Hardware nutzt wenig, wenn die komplexen KI-Rechenaufgaben nicht effizient auf die teuren Super-Chips verteilt werden können. Genau hier greifen die Klagepatente ein, die auf der jahrzehntelangen intensiven Forschung und Entwicklung von ParTec zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich beruhen. Diese Entwicklung - die tief in die Architektur der Mikroprozessoren hineinführt - erfordert, dass während der Berechnungsiteration spezielle, ausgeklügelte Informationen gewonnen und für die Neuverteilung der Rechenaufgaben verwendet werden. Auf diese Weise lässt sich das Rechenpotential der Super-Chips signifikant steigern und die Supercomputer arbeiten deutlich effizienter. ParTec besuchte bereits im Jahr 2019 NVIDIA in Kalifornien, um die Konzepte persönlich vorzustellen und eine Partnerschaft vorzuschlagen. Damals stieß man dort, KI noch nicht am Horizont, auf wenig Gegenliebe. Zur Validität des Patents: Inhaltlich bestätigt So hat denn auch das Gericht in der mündlichen Verhandlung die inhaltlichen Angriffe von NVIDIA auf die Gültigkeit des Patents vollständig als chancenlos zurückgewiesen. Der Vorstizende Richter hatte deutlich gemacht, dass keiner der mit aller Intensität vorgebrachten Nichtigkeitsgründe - auch nicht die nachgereichten technischen Dokumente - die Gültigkeit des Patents in Frage stellen würde. Die Validität von EP 3 743 812 steht damit außer Frage; lediglich die formale gerichtliche Feststellung wurde durch die Bedingungskonstruktion der Widerklage verhindert. Diese inhaltliche Bestätigung des Patentes ist ein wichtiges Signal an die weltweite KI-Industrie. Bernhard Frohwitter, CEO ParTec AG und BF exaQC AG dazu: "Um die Auslastung teurer Prozessoren von wenigen 20 Prozent in Bereiche von 60 Prozent und mehr zu treiben, ist es zwingend erforderlich, qualifiziertere Informationen zu verwenden als noch in den Produkten A 100 H100. Dies findet bereits in den modernen Produkten von NVIDIA statt - in GH200 Grace Hopper und vor allem in Blackwell und Vera Rubin. Da NVIDIA - wie auch andere Unternehmen - geheim hält, wie genau es seine Prozessoren betreibt, war es uns bisher nicht möglich, den für ein Gerichtsverfahren notwendigen Nachweis zu führen. Das hat sich jetzt geändert: NVIDIA hat im Rahmen der Vermarktung dieser hochmodernen Produkte genügend Informationen veröffentlicht, die es uns jetzt erlauben, die Patentverletzung nachzuweisen. Das Berufungsverfahren wird sich daher auf diese Produkte konzentrieren. Legt man das Urteil in allen seinen Details zugrunde, geht es um eine Verurteilung von NVIDIA wegen Verletzung des Patents durch seine neuesten Produkte" Auch in anderen KI-Schlüsselländern, so wie USA, China, Japan, und Indien, gibt es entsprechende Patente für diese Erfindungen. Berufung: Gründe für Zuversicht im Berufungsverfahren Aus dem Hause NVIDIA kommen in jüngster Zeit umfangreiche Nachrichten und Informationen über die neueste Entwicklung "Vera Rubin", diese wird als die fortschrittlichste Prozessor Generation schlechthin bezeichnet. Aus den umfangreichen technischen Informationen beantwortet sich für ParTec die letzte offene Frage: Vera Rubin setzt genau jene qualifizierten Informationen ein, die das Gericht bei den Vorgängermodellen A100 und H100 zur Bestätigung der Patentverletzung als strittigen Punkt von über 30 Angriffen von NVIDIA in dem Gerichtsverfahren, noch vermisst hatte. NVIDIA entwickelt sich damit in die technische Richtung, die das Patent EP 3 743 812 mit seiner Erfindung vorgezeichnet hat - eine Bestätigung, die für das Berufungsverfahren von erheblicher Bedeutung ist. ParTec ist froh und stolz, diesen technischen Fortschritt bereitgestellt zu haben - und das umso mehr, als ParTec bereits im Jahr 2019 NVIDIA in Kalifornien besucht und die Konzepte persönlich vorgeschlagen hatte. Damals stieß man dort, KI noch nicht am Horizont, auf wenig Gegenliebe. Das Patent: Unverzichtbar für effiziente KI-Infrastruktur EP 3 743 812 schützt das Grundprinzip, ohne das moderne KI-Supercomputer strukturell ineffizient bleiben: die laufzeitbasierte, informationsgetriebene Neuverteilung von Rechenaufgaben zwischen heterogenen Prozessoren. Empirische Studien zeigen, dass Prozessor-Auslastungen in KI-Supercomputern ohne dieses Prinzip deutlich unter 50 Prozent liegen können. Weiteres Patentverletzungsverfahren: EP 3 614 263 Bernhard Frohwitter, CEO ParTec AG und BF exaQC AG: "ParTec hat als Architekt von JUPITER und zahlreichen weiteren europäischen Supercomputern bewiesen, dass Europa in der Lage ist, die führenden KI-Recheninfrastrukturen der Welt zu entwickeln - und die Patente, die diese Infrastrukturen ermöglichen, werden wir konsequent verteidigen." Über ParTec AG Weitere Informationen unter: http://www.par-tec.com Über BF exaQC AG Über das Unified Patent Court (UPC) Pressekontakt ParTec AG | Investor & Public Relations | presse@par-tec.com | www.par-tec.com
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