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US-Konjunkturdaten übertreffen hohe Erwartungen - Commerzbank

Bild und Copyright: Rob Crandall / shutterstock.com.

Die Wachstumsprognosen für die USA werden sukzessive nach oben genommen. Bild und Copyright: Rob Crandall / shutterstock.com.

06.04.2021 09:10 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Dank großer Konjunkturprogramme und rascher Fortschritte bei den Corona-Impfungen erholt sich die US-Konjunktur sehr dynamisch. Am Freitag gab es eine ordentliche Überraschung bei den US-Arbeitsmarktdaten. Im März wurden 916.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Erwartet wurden lediglich 660.000. Da es aber noch 8,5 Mio. weniger Jobs als vor der Coronakrise gibt, reagiert die Fed gelassen. Auch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe stieg kräftiger als gedacht von 60,8 auf 64,7 Punkte, den höchsten Stand seit den 80er Jahren. Gestern erhöhte sich der ISM-Index für Dienstleistungen von 55,3 auf 63,7 Punkte auf ein neues Allzeithoch. Die Wachstumsprognosen für die USA werden sukzessive nach oben genommen.

Anleihen


China: Caixin-Index, Dienstleistungen (Mrz), 03:45 Uhr
Australische Notenbank: Zinsentscheidung, 06:30 Uhr
Euroraum: Arbeitslosenquote (Feb), 11:00 Uhr

Zum Wochenstart gab der US-Dollar zum Euro etwas nach – etwa einen halben Cent. Auch zum Pfund und zum Yen ging er gestern zurück. Die Kurse von US-Staatsanleihen sanken leicht. Spürbar verbilligt hat sich über die Osterfeiertage der Preis für Öl. Ein Barrel Brent kostet aktuell 62 US-Dollar – ggü. 64 US-Dollar am Donnerstag. Auf ein historisches Hoch sprang der ISM-Index für den Dienstleistungsbereich. Seit 1997 werden vom Institute of Supply Management auch Dienstleistungsunternehmen befragt, um einen Indikator für die Unternehmensstimmung in diesem Bereich zu erheben. Der Index erreichte im März 63,7 Punkte nach 55,3 Punkte im Februar. Der bisherige Höchstwert war mit 60,3 Punkten im September 2018 deutlich niedriger. Die Lockerungen in den USA – ermöglicht durch einen schnellen Impffortschritt – haben zu einem kräftigen Stimmungsaufschwung beigetragen. Die Details zeigen einen sehr kräftigen Anstieg der Aktivitäten (69,4 nach 55,5 Punkte). Aber auch der Index zur Beschäftigung legte deutlich zu (57,2 nach 52,7 Punkte), was für einen nochmals beschleunigten Jobaufbau spricht. Ebenso die Neuaufträge (67,2 nach 51,9 Punkte). Bedenklich ist jedoch der nochmalige Anstieg der Preiskomponente (74,0 nach 71,8 Punkte). Der Arbeitsmarktbericht am Karfreitag zeigte, dass im März in den USA 916.000 neue Stellen entstanden sind. Deutlich mehr als erwartet worden war. In Europa kommen dagegen die Impfungen nur langsam voran. Stattdessen gibt es Überlegungen, mit schärferen Maßnahmen die dritte Infektionswelle zu brechen. Laut der heutigen Meldung des RKI sind in den letzten 24 Stunden 90 Menschen an Corona gestorben. Zudem kam es zu 6.885 Neuinfektionen.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Nachdem sich bereits die europäischen Aktienbörsen mit einem deutlichen Wochenplus in das Osterwochenende verabschiedet hatten, konnten die US-Märkte am Gründonnerstag sogar noch einen Zahn zulegen. Getrieben von einem starken ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe setzten vor allem Technologiewerte ihre am Vortag begonnene Erholung vehement weiter fort. Der Nasdaq 100 legte in diesem Umfeld um 1,8% zu. Zum Wochenstart verzeichneten die zum Handel geöffneten asiatischen Börsen in der Breite Gewinne. Positive Impulse kamen unter anderem vom am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht, der deutlich über den Erwartungen ausgefallen war. Während die europäischen Märkte am Ostermontag noch geschlossen waren, verzeichnete dann am Nachmittag die Wall Street erneut deutliche Gewinne. Neuer Kurstreiber war nach bereits genannten starken Konjunkturdaten die kräftig gestiegene Stimmung bei den US-Dienstleistern. In diesem Umfeld konnten erneut die Sektoren Kommunikationsdienste und Gebrauchsgüter (jeweils +2,3%) sowie Informationstechnologie (+2,0%) am stärksten zulegen. Als einzige Branche tendierte der Öl & Gas-Sektor angesichts nachgebender Ölpreise schwächer. Auf Einzelwerteebene standen die Aktien von Tesla (+4,5%) im Fokus. Der Produzent von Elektro-Automobilen hatte am Freitag für das erste Quartal einen neuen Auslieferungsrekord veröffentlicht. Im Gegensatz dazu machten sich heute Morgen in Asien wieder Wachstumssorgen breit und die meisten Börsen schlossen mit Verlusten. In Hongkong wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt. Die europäischen Märkte hingegen dürften nach der Feiertagspause auf der Welle der US-Konjunkturdaten weiter nach oben getrieben werden. Der EuroStoxx 50 solte mit diesem Rückenwind Richtung 4.000 Punkten tendieren; einer Marke, die er zuletzt vor 13 Jahren erreicht hatte.
Daten zum Wertpapier: Federal Reserve (Fed)

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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