Wie die USA dem Thema Nachhaltigkeit einen Schub verleihen könnten - DWS

„Die Vereinigten Staaten kehren an den Tisch der multilateralen Zusammenarbeit zurück“, konstatiert Nicolas Schlotthauer, Head of Emerging Markets Fixed Income bei der DWS. Bild und Copyright: Andrea Izzotti / shutterstock.com.

„Die Vereinigten Staaten kehren an den Tisch der multilateralen Zusammenarbeit zurück“, konstatiert Nicolas Schlotthauer, Head of Emerging Markets Fixed Income bei der DWS. Bild und Copyright: Andrea Izzotti / shutterstock.com.

21.03.2021 16:44 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die neue US-Regierung könnte nachhaltiges Investieren grundlegend verändern – mit tiefgreifenden Auswirkungen weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus. „Von großer Bedeutung ist für uns, dass die Bekämpfung des Klimawandels in den Machtkorridoren Washingtons wieder ernsthaft diskutiert wird. Das allein stellt eine fundamentale Veränderung mit möglicherweise weitreichenden Auswirkungen weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus dar“, sagt Petra Pflaum, CIO für Responsible Investments bei der DWS.

Ein gutes Beispiel, wie das Thema Nachhaltigkeit in den USA an Gewicht gewinnt, ist die Finanzierung umweltfreundlicher Projekte. Das zeigt sich sehr gut am Marktsegment der von US-Bundesstaaten und Kommunen begebenen Schuldtitel. Laut Ashton Goodfield, Head of Municipal Bonds bei der DWS, liegen Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur der USA zu beinahe 75 Prozent bei den Kommunen und den US-Bundesstaaten. Ein Großteil davon wird über traditionelle, für US-Anleger steuerfreie, „Municipal Bonds“ finanziert.

Erkenntnisse zum Klimawandel fließen in politische Entscheidungsprozesse ein

Der Kern der Botschaft aus dem Weißen Haus: Die US-Regierung ist zurück und offenbar zu massiven staatlichen Eingriffen bereit, wie sie in den letzten Jahrzehnten schwer vorstellbar gewesen wären. Zum ersten Mal seit langem werden außerdem die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel in verschiedenste politische Entscheidungsprozesse zumindest einfließen.

Positive Auswirkungen auf Schwellenländer

„Die Vereinigten Staaten kehren an den Tisch der multilateralen Zusammenarbeit zurück“, konstatiert Nicolas Schlotthauer, Head of Emerging Markets Fixed Income bei der DWS. „Dies ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung, zum Beispiel bei Fragen des Umweltschutzes, aber auch für Handelsabkommen. Insgesamt könnte eine „grüne Agenda“ auch vielen Schwellenländern, insbesondere afrikanischen, über den möglichen Zugang zu zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch multilaterale Finanzinstitute wie Weltbank und regionale Entwicklungsbanken helfen.“

Von den positiven Wachstumsimpulsen durch US-Konjunkturpakete dürften ebenfalls viele Schwellenländer profitieren, da sie Exportwachstum und Rohstoffpreise, zum Beispiel von Industriemetallen, unterstützen. Dies würde nach Einschätzung der DWS insbesondere staatlichen Anleiheemittenten aus Afrika und Lateinamerika helfen. In Ländern wie Mexiko und in Teilen Mittelamerikas könnte es auch mehr direkte US-Unterstützung für bestimmte gesellschafts- und umweltpolitische Projekte geben.

Neues Instrument der DWS zur Prognose des Klima-Übergangsrisikos

Bei ausreichender Unterstützung des Kongresses könnten die Vereinigten Staaten sehr schnell große Fortschritte in Sachen Klimaschutz erzielen. „Ein sehr praktisches Instrument, das wir zur Beobachtung und zum Teil auch zur Prognose des Klima-Übergangsrisikos auf Länderebene einsetzen, ist unser neues Climate-Transition-Risk Rating (CTRR) für Staaten“, sagt Petra Pflaum. Die DWS greift dabei auf verschiedene Datenlieferanten zurück, um das durch Klimawandel und Kohlenstoffemissionen entstehende Risiko zu messen. Anschließend wird der aktuelle „Klimawandelstatus“ eines Landes als Ausgangsgröße berechnet, die dann um eine Resilienz-/Wohlstandskomponente korrigiert wird. „So wollen wir nicht nur die aktuell bestehenden Risiken und politischen Maßnahmen berücksichtigen, sondern auch den Wohlstand eines Landes, einschließlich seines Humankapitals und der Qualität seiner Einrichtungen, die zur Umsetzung erforderlicher Maßnahmen beitragen können“, so Petra Pflaum.

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