Solarworld: Schock am Montag – droht wirklich die Pleite? - UPDATE!
Eine Meldung aus den USA sickert am Montag im Tagesverlauf nach und nach durch die deutsche Börsenlandschaft und lässt die Solarworld-Aktie übel abstürzen. Am Freitag war der Aktienkurs des Bonner Solarenergiekonzerns noch mit 13,55 Euro ins XETRA-Handelsende gegangen, heute rauscht das Papier bis auf 5,48 Euro in die Tiefe. Aktuell notiert die Solarworld Aktie bei 7,491 Euro.
Der Grund für den Absturz ist ein Gerichtsverfahren in den USA, wo Hemlock Semiconductor gegen Solarworld vorgeht. Es geht um 800 Millionen Dollar und die Erfüllung von vier Abnahmeverträgen. Die Klage ist an sich nichts Neues und galt seit längerem als potenziell existenzbedrohend für die Bonner, nur scheint Solarworld nun ein gewichtiges Argument in der Verteidigung gegen Hemlock verloren gegangen zu sein. Das Unternehmen solle sich laut Gerichtsentscheid nicht auf das europäische Kartellrecht zurückziehen können, heißt es – doch das war eines der wichtigsten Argumente der Bonner zur Verteidigung. Ein Urteil ist offen, Solarworld rechnet mit einem jahrelangen Verfahren.
Interessant: Die Entscheidung soll schon Mitte der vergangenen Woche getroffen worden sein. Bis dato hat sich Solarworld dazu nicht geäußert. Auch am Montag ist im Unternehmen niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Update 16:55 Uhr: Solarworld hat die Presseberichte mittlerweile als „missverständlich“ bezeichnet und sieht keine Risikoveränderung, alle Details hierzu lesen sie in unserem Bericht auf www.cleantechaktien.de.
