Centrosolar: Hat der dramatische Einbruch ein Ende?
Die Centrosolar-Aktie stand bereits einmal bei 0,43 Euro, Mitte 2012 wurde dieses Niveau erreicht. Es folgte, auch begleitet von nicht realisierten Übernahmespekulationen, eine Rallye bis auf knapp 1,70 Euro im September des vergangenen Jahres. Seitdem geht es wieder abwärts für das Solarpapier, mal schnell, mal weniger schnell. Am Dienstag hat die Centrosolar-Aktie mit 0,45 Euro quasi wieder das Allzeittief erreicht, konnte sich anschließend aber massiv erholen.
Den vorangegangenen Absturz haben Zahlen des Konzerns ausgelöst. Durch hohe Verluste ist die Hälfte des Grundkapitals von Centrosolar mittlerweile aufgezehrt. Das Jahr 2012 war bei einem Umsatz im fortgeführten Geschäft von 189 Millionen Euro bzw. von 227 Millionen Euro im Gesamtkonzern mit einem Verlust von 73,6 Millionen Euro tiefrot. In der AG ist nach HGB-Bilanz nur noch ein Eigenkapital von 3,1 Millionen Euro enthalten. Die finanzielle Lage ist bedrohlich, was sich im Kurs der Aktie zeigt. Der Konzern reagiert mit Notmaßnahmen, will unter anderem eine Anleihe im Volumen von 50 Millionen Euro in Eigenkapital wandeln. Die Zustimmung von aktionären und Gläubigern hierzu steht aber noch aus.
Dessen weiterer Verlauf wird neben der finanziellen Schieflage charttechnisch vor allem durch zwei Bereiche geprägt sein: Zum einen die Unterstützung am Tief bei 0,43/0,45 Euro, zum anderen ein Widerstand bei 0,63/0,66 Euro. Dieser wird ergänzt durch das jüngst gerissene Gap bei 0,65/0,73 Euro.
