AMD Aktie vorbörslich stark: Analysten sehen weiteres Kurspotenzial
Starke Quartalszahlen und ein optimistischer Ausblick auf das KI-Geschäft geben der AMD Aktie neuen Rückenwind. Nach einem NASDAQ-Schlusskurs von 483,90 Dollar steigt die Aktie am Mittwoch vorbörslich auf 511,30 Dollar und gewinnt damit 5,7 Prozent. Goldman Sachs, Bernstein Research und Jefferies bleiben bei ihren positiven Einstufungen, während JPMorgan trotz einer Kurszielanhebung an „Neutral“ festhält. Im Mittelpunkt steht die Erwartung eines Umsatzwachstums von rund 80 Prozent im kommenden Geschäftsjahr, das vor allem vom Geschäft mit KI-Rechenzentren getragen werden soll. Die vier Analystenhäuser nennen Kursziele zwischen 575 und 675 Dollar. Der Durchschnitt von 637,50 Dollar liegt 24,7 Prozent über der aktuellen vorbörslichen Notierung.
Kursziele der Analysten zur AMD Aktie
| Analyst | Votum | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|
| Goldman Sachs | Buy | 675,00 Dollar (zuvor 700,00) | +32,0 % |
| Bernstein Research | Outperform | 650,00 Dollar | +27,1 % |
| Jefferies | Buy | 650,00 Dollar | +27,1 % |
| JPMorgan | Neutral | 575,00 Dollar (zuvor 550,00) | +12,5 % |
| Durchschnitt (4 Häuser) | 637,50 Dollar | +24,7 % |
Goldman Sachs hebt insbesondere den starken Ausblick von AMD hervor. Die enorme Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz soll dem Chipkonzern 2027 ein Umsatzwachstum von rund 80 Prozent ermöglichen, obwohl das Geschäft mit PC-Prozessoren unter Druck steht. Die Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung, reduziert das Kursziel jedoch von 700 auf 675 Dollar. Ausschlaggebend dafür ist nicht eine schwächere Einschätzung des operativen Geschäfts, sondern die zuletzt gesunkene Bewertung vergleichbarer Halbleiterunternehmen.
Bernstein Research sieht die Ergebnisse des dritten Quartals ebenfalls positiv. Sowohl das Geschäft mit Rechenzentren als auch die Gaming-Sparte hätten besser abgeschnitten als erwartet. Die Zahlen dürften nach Einschätzung des Analystenhauses einen günstigeren Eindruck hinterlassen als einige der jüngsten Quartalsberichte von Wettbewerbern. Vor allem könnten sie die zuletzt aufgekommenen Sorgen über die Entwicklung des PC-Marktes in den Hintergrund drängen. Bernstein bestätigt die Einstufung „Outperform“ und das Kursziel von 650 Dollar.
AMD: KI-Grafikprozessoren gewinnen gegenüber Server-CPUs an Gewicht
Jefferies verweist auf die anhaltend starke Nachfrage nach Server-Prozessoren, sieht aber zugleich eine Verschiebung der Wachstumstreiber. Im vierten Quartal könnten die Umsätze mit KI-Grafikprozessoren erstmals diejenigen mit Server-CPUs übersteigen. Damit würde das Geschäft mit KI-Beschleunigern innerhalb der Rechenzentrumsaktivitäten weiter an Bedeutung gewinnen. Allerdings bleiben aus Sicht des Analystenhauses Fragen zur Wirtschaftlichkeit von KI-Investitionen, zu deren Finanzierung und zu möglichen Lieferengpässen bestehen. Jefferies hält dennoch an der Kaufempfehlung für die AMD Aktie und dem Kursziel von 650 Dollar fest.
JPMorgan reagiert auf die Zahlen mit einer Anhebung des Kursziels von 550 auf 575 Dollar, bleibt bei der AMD Aktie aber vorsichtiger als die anderen drei Häuser. Die Bank bewertet sowohl die Ergebnisse als auch den Ausblick als stark und rechnet ebenfalls mit einem Umsatzplus von rund 80 Prozent im kommenden Geschäftsjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft soll dabei noch schneller wachsen als der Gesamtkonzern. Trotz dieser Aussichten bestätigt JPMorgan lediglich die neutrale Einstufung. Damit herrscht unter den vier Analystenhäusern weitgehend Einigkeit über die Wachstumsdynamik von AMD, während die Bewertungen der Aktie unterschiedlich ausfallen.
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