Fresenius: Kooperation mit WuXi Biologics sichert Zugang zu 37 weiteren Biosimilars
Fresenius baut seine Biosimilars-Pipeline mit einer exklusiven Entwicklungsvereinbarung mit dem chinesischen Biotechnologieunternehmen WuXi Biologics aus. Der Gesundheitskonzern erhält Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten, die im kommenden Jahrzehnt entwickelt werden könnten. Damit könnte das Portfolio von derzeit 29 vermarkteten und in Entwicklung befindlichen Molekülen auf bis zu 66 wachsen. Die entsprechenden Originalpräparate erzielen nach Angaben von Fresenius zusammen einen listenpreisbasierten Umsatz von mehr als 370 Milliarden Euro. Diese Marktgröße ist allerdings nicht mit einem möglichen Umsatzpotenzial für Fresenius gleichzusetzen.
Die Vereinbarung umfasst 13 Therapiegebiete, darunter Onkologie, Immunologie und neurologische Erkrankungen. „„Mit der heute geschlossenen Vereinbarung stärken wir unser Engagement im Biopharma-Geschäft und sichern uns Entwicklungskapazitäten in einem Markt, in dem Geschwindigkeit und Größe entscheidend sind. So haben wir die Möglichkeit, unser Portfolio diszipliniert und gezielt zu verdreifachen”, so Michael Sen, Vorstandsvorsitzender des DAX-Konzerns.
Fresenius kann selbst entscheiden, welche der 37 Kandidaten tatsächlich entwickelt werden. WuXi Biologics übernimmt die Entwicklungsarbeiten gegen eine dienstleistungsbasierte Vergütung, während Fresenius die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte einschließlich der Zulassungen erhält. Die Produktionsstrategie legt der Konzern für jedes Produkt einzeln fest. Dabei kann auch das seit Oktober vollständig zu Fresenius gehörende Produktionsnetzwerk von mAbxience genutzt werden. Zunächst sollen voraussichtlich Biosimilars zu den Wirkstoffen Polatuzumab Vedotin und Teprotumumab entwickelt werden. Mit dem Fortschritt der Programme werden die Forschungs- und Entwicklungsausgaben steigen und die Profitabilität des Biopharma-Geschäfts während der Entwicklungsphase belasten.
Die Finanzprognose für 2026 bleibt von der Vereinbarung unberührt. Auch an den bisherigen Biopharma-Zielen für 2030 hält Fresenius fest: Der Umsatz soll sich gegenüber 2025 annähernd verdoppeln, bei einer EBIT-Marge von rund 20 Prozent. Diese Ziele beziehen sich auf das bestehende vermarktete und weit fortgeschrittene Portfolio. Die neuen Entwicklungskandidaten sollen zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten für die Zeit nach 2030 eröffnen. Fresenius stellt deshalb eine Anhebung seiner langfristigen Biopharma-Ziele in Aussicht. Finanziert werden sollen die Entwicklungsprogramme aus dem operativen Cashflow, ohne zusätzliche Kreditaufnahme.
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