PSI: Restrukturierung belastet Ergebnis – Auftragseingang rückläufig
Der Softwarekonzern PSI hat in den ersten neun Monaten 2026 seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 210,9 Millionen Euro gesteigert, bleibt aufgrund hoher Restrukturierungsaufwendungen aber in den roten Zahlen. Das bereinigte EBIT sank von 5,8 auf 4,6 Millionen Euro, während sich der ausgewiesene operative Verlust von 20,4 auf 15,3 Millionen Euro verringerte. Unter dem Strich stand ein Konzernverlust von 22,9 Millionen Euro nach 26,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Deutlich schwächer entwickelte sich das Neugeschäft: Der Auftragseingang ging um 19,3 Prozent auf 217 Millionen Euro zurück, der Auftragsbestand sank um 14,4 Prozent auf 161 Millionen Euro. Allerdings war der Vorjahreswert beim Auftragseingang durch Großaufträge und Nachholeffekte nach dem Cyberangriff von 2024 begünstigt.
Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Grid & Energy Management steigerte den Umsatz um 16,7 Prozent auf 113,1 Millionen Euro und kehrte mit einem EBIT von 1,4 Millionen Euro nach einem Vorjahresverlust von 8,0 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück. Dagegen belastete die Krise der europäischen Stahlindustrie das Segment Process Industries & Metals, dessen Umsatz um 15,9 Prozent auf 44,6 Millionen Euro sank. Das Segmentergebnis verschlechterte sich von plus 3,0 auf minus 7,5 Millionen Euro. Auch Discrete Manufacturing und Logistics schrieben aufgrund von Restrukturierungskosten sowie Investitionen in die Cloud- und SaaS-Transformation operative Verluste. Im September startete PSI ein weiteres Kostensenkungsprogramm zur Bündelung von Verantwortlichkeiten und Vereinheitlichung interner Prozesse.
Für das Gesamtjahr 2026 hält PSI an der im August angepassten Prognose fest. Der Vorstand erwartet bei stabiler Risikolage ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent, einen Auftragseingang auf Vorjahresniveau und eine um Einmalaufwendungen bereinigte EBIT-Marge von etwa 2 Prozent. Parallel steht die Neuordnung der Eigentümerstruktur an: Nach einer Kapitalerhöhung über rund 29 Millionen Euro im Juli hat Warburg Pincus am 20. Oktober ein öffentliches Delisting-Erwerbsangebot veröffentlicht.
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