SURTECO: Höhere operative Marge, aber weiter rote Zahlen
SURTECO hat in den ersten neun Monaten 2026 trotz rückläufiger Umsätze das bereinigte operative Ergebnis gesteigert. Der Umsatz des Oberflächenspezialisten sank um 3 Prozent von 639,8 auf 623,1 Millionen Euro. Neben der anhaltend schwachen Nachfrage wirkte sich der Wegfall des im Mai 2025 aufgegebenen Imprägnatgeschäfts aus. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich dagegen um 4 Prozent auf 76,2 Millionen Euro. Die entsprechende Marge stieg von 11,4 auf 12,2 Prozent. Alle Geschäftsbereiche trugen zur Ergebnisverbesserung bei, obwohl höhere Rohstoffkosten die Profitabilität belasteten.
Unterhalb des bereinigten EBITDA zeigt sich allerdings ein anderes Bild. Das ausgewiesene EBITDA legte nur leicht von 66,0 auf 66,8 Millionen Euro zu. Das EBIT fiel von 22,3 auf 15,2 Millionen Euro, insbesondere wegen höherer Abschreibungen im Zusammenhang mit der Ausbuchung einer Kaufoption für gemietete Gebäude. Das Vorsteuerergebnis schrumpfte von 4,1 auf 0,2 Millionen Euro. Unter dem Strich erhöhte sich der Konzernverlust von 5,2 auf 5,8 Millionen Euro. Die Effizienzmaßnahmen und teilweise an Kunden weitergegebenen Rohstoffpreissteigerungen reichten damit zwar für eine Verbesserung des bereinigten EBITDA, nicht aber für eine Verbesserung des Ergebnis unter dem Strich.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt und konkretisiert SURTECO seine Prognose. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 790 und 820 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von 80 bis 90 Millionen Euro. Nach neun Monaten liegt das bereinigte EBITDA bereits bei 76,2 Millionen Euro. Für das Schlussquartal ergibt sich daraus rechnerisch ein erwarteter Ergebnisbeitrag zwischen 3,8 und 13,8 Millionen Euro. Beim Umsatz entspricht die Jahresprognose einem Schlussquartal zwischen 166,9 und 196,9 Millionen Euro.
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