Blue Cap: Gewinnmarge sinkt deutlich
Die Beteiligungsgesellschaft Blue Cap hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 64,4 auf 62,9 Millionen Euro verzeichnet. Das bereinigte EBITDA sank von 2,8 auf 2,2 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 4,2 auf 3,5 Prozent. Belastet wurde das Ergebnis durch eine Nachbuchung von rund einer Million Euro bei einer Portfoliogesellschaft, die wirtschaftlich dem Geschäftsjahr 2025 zuzurechnen ist. Die bereits am 20. Oktober veröffentlichten vorläufigen Zahlen wurden mit dem Halbjahresbericht bestätigt.
Die Entwicklung der Beteiligungen fiel unterschiedlich aus. Im Segment Industrials stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 38,1 Millionen Euro, während das bereinigte EBITDA um 48 Prozent auf 1,8 Millionen Euro einbrach. Höhere Kunststoffpreise belasteten insbesondere H+E, während Planatol hinter den Erwartungen zurückblieb. Bei Business Services sank der Umsatz um 14 Prozent auf 24,8 Millionen Euro und das bereinigte EBITDA um 24 Prozent auf 1,1 Millionen Euro. Positiver entwickelte sich die Minderheitsbeteiligung Inheco.
Der indikative Nettovermögenswert (NAV) der Blue-Cap-Gruppe ging seit Jahresbeginn von 125,3 auf 118,7 Millionen Euro zurück, entsprechend rund 26 Euro je Aktie nach zuvor 28 Euro. Die Eigenkapitalquote lag Ende Juni bei 55 Prozent.
Blue Cap hält an der Prognose für 2026 fest. Der Vorstand erwartet einen Konzernumsatz zwischen 170 und 190 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 7,5 bis 8,5 Prozent. Um die Untergrenzen dieser Ziele zu erreichen, müsste Blue Cap im zweiten Halbjahr mindestens 107,1 Millionen Euro Umsatz und rund 10,6 Millionen Euro bereinigtes EBITDA erwirtschaften.
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