ProSiebenSat.1 senkt Umsatzprognose – EBITDA soll trotzdem steigen
ProSiebenSat.1 rechnet für 2026 mit einer schwächeren Umsatzentwicklung als bislang erwartet. Der Medienkonzern geht nun von einem leichten Rückgang der organischen Erlöse aus, nachdem bisher ein leichtes Wachstum prognostiziert worden war. Als Grund nennt das Unternehmen die schwierige Konjunktur und den hinter den Erwartungen zurückbleibenden privaten Konsum. Im vergangenen Jahr hatte ProSiebenSat.1 auf vergleichbarer Basis, bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen, einen Umsatz von 3,38 Milliarden Euro erzielt.
An seiner Ergebnisprognose hält der Konzern trotz der schwächeren Umsatzperspektiven fest. Das EBITDA soll 2026 weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert von 241 Millionen Euro liegen. Erreichen will ProSiebenSat.1 dies durch eine schlankere Kostenstruktur und ein striktes Kostenmanagement. Auch die Erwartung eines moderaten Rückgangs beim ausgewiesenen Konzernumsatz bleibt unverändert. Dieser hatte 2025 bei 3,68 Milliarden Euro gelegen. Die gesenkte organische Umsatzprognose verändert somit nicht die bisherige Einschätzung der gesamten Konzernumsatzentwicklung.
Unverändert bleiben auch die finanziellen Ziele für Verschuldung und Liquiditätssteuerung. ProSiebenSat.1 erwartet zum Jahresende eine stabile Netto-Finanzverschuldung gegenüber den 1,34 Milliarden Euro von Ende 2025. Der Verschuldungsgrad soll weiterhin zwischen dem 3,0- und 3,5-Fachen des EBITDA liegen, nach 3,3 im Vorjahr. Damit setzt der Konzern trotz der schwachen Nachfrage auf eine Verbesserung seiner Profitabilität, ohne zusätzliche Belastungen bei der Verschuldung einzuplanen.
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