Basler: Gewinn mehr als verdreifacht – Jahresprognose erneut erhöht
Basler hebt nach einem außergewöhnlich starken Neunmonatsgeschäft zum wiederholten Mal die Jahresprognose an. Der Anbieter von Computer-Vision-Technologie erwartet für 2026 nun einen Umsatz zwischen 295 und 300 Millionen Euro statt bisher 270 bis 290 Millionen Euro. Noch deutlicher fällt die Anhebung beim Ergebnis aus: Die prognostizierte EBIT-Marge steigt von bislang 12,5 bis 14,5 Prozent auf 17,5 bis 19,5 Prozent. Grundlage sind die anhaltend hohe Nachfrage, ein gestiegener Auftragsbestand und die kräftige Ergebnisentwicklung. Allerdings enthält die neue Margenprognose auch positive Sondereffekte, die teilweise nicht wiederkehrend sind.
In den ersten neun Monaten 2026 steigerte Basler den Umsatz um 35 Prozent auf 227,4 Millionen Euro, während der Auftragseingang sogar um 62 Prozent auf 278,6 Millionen Euro zulegte. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage nach Bildverarbeitungstechnologie für die Halbleiter- und Elektronikfertigung, Rechenzentren sowie die Logistikautomation. Das EBITDA erhöhte sich von 27,2 auf 61,6 Millionen Euro. Das EBIT erreichte 51,1 Millionen Euro nach angepassten 14,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum und hat sich damit mehr als verdreifacht. Die EBIT-Marge sprang von 8,7 auf 22,5 Prozent. Auch der freie Cashflow verbesserte sich deutlich von angepassten 11,7 auf 31,0 Millionen Euro.
Neben dem höheren Geschäftsvolumen und einer besseren Produktionsauslastung trugen Effizienzmaßnahmen sowie positive Einmaleffekte zum Gewinnanstieg bei. Für das Schlussquartal berücksichtigt Basler dagegen noch erfolgsabhängige Sonderzahlungen an Mitarbeiter, die das Ergebnis belasten werden. Risiken sieht das Unternehmen weiterhin in angespannten globalen Lieferketten und möglichen Auswirkungen einer erdbebenbedingten Produktionsunterbrechung bei Sony in Kumamoto. Den vollständigen Neunmonatsbericht will Basler am 4. November veröffentlichen. Die bislang vorgelegten Zahlen sind vorläufig.
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