Fortec: Nach Verlustjahr soll 2026/2027 die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen
Fortec hat das Geschäftsjahr 2025/2026 mit roten Zahlen abgeschlossen, die zuletzt gesenkten Erwartungen aber übertroffen. Der Umsatz stieg leicht von 79,7 auf 81,2 Millionen Euro und lag damit über der Prognosespanne von 76 bis 80 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) rutschte von plus 1,9 auf minus 0,7 Millionen Euro, fiel jedoch weniger negativ aus als die erwarteten minus 1,0 bis minus 1,5 Millionen Euro. Bereinigt um Einmaleffekte erzielte der Elektronikspezialist einen operativen Gewinn von 0,7 Millionen Euro. Unter dem Strich entstand ein Konzernverlust von 1,1 Millionen Euro bzw. 0,34 Euro je Fortec Aktie nach einem Gewinn von 1,3 Millionen Euro im Vorjahr.
Trotz des Jahresverlusts will der Vorstand der Hauptversammlung, die am 10. Februar 2027 stattfinden soll, eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vorschlagen. Man verfüge „über eine solide Eigenkapitalbasis” und habe beim Dividendenvorschlag auch die Ergebnisentwicklung sowie den Finanzierungsbedarf für die laufenden Optimierungsmaßnahmen und künftige Wachstumsinitiativen berücksichtigt. „Das Geschäftsjahr 2025/2026 war von schwierigen Marktbedingungen und organisatorischen Veränderungen geprägt. Entscheidend ist nun, die eingeleiteten Maßnahmen in eine nachhaltig verbesserte Ertragslage zu überführen”, sagt Fortec-CFO Henrik Christiansen am Donnerstag.
Wachstumsimpulse kamen vor allem aus dem Geschäft mit Datenvisualisierung, dessen Umsatz auch dank einer Übernahme in den Niederlanden von 44,1 auf 48,1 Millionen Euro stieg. Dagegen gingen die Erlöse im Bereich Stromversorgungen von 35,6 auf 33,1 Millionen Euro zurück. Fortschritte meldet FORTEC insbesondere bei Aufträgen aus dem Verteidigungssektor und für kritische Infrastruktur. Fortecs Auftragsbestand erhöhte sich zum Geschäftsjahresende am 30. Juni von 50,0 auf 54,6 Millionen Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 stellt Fortec die Rückkehr in die operative Gewinnzone in Aussicht. Bei einem Konzernumsatz zwischen 78 und 84 Millionen Euro soll das EBIT wieder auf 1,4 bis 2,1 Millionen Euro steigen. Damit rechnet das Unternehmen trotz eines weitgehend stabilen Umsatzniveaus mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Die Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die Marktbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.
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