Salzgitter hebt Gewinnprognose an – Aurubis und Stahl liefern Rückenwind
Salzgitter hat nach einem überraschend starken dritten Quartal seine Ergebnisprognose für 2026 angehoben. Der Stahlkonzern erwartet nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 800 und 875 Millionen Euro statt bisher 725 bis 825 Millionen Euro. Die Prognose für das bereinigte Vorsteuerergebnis (EBT) steigt von 325 bis 425 Millionen Euro auf 400 bis 475 Millionen Euro. Ausschlaggebend sind neben einem erneut hohen Ergebnisbeitrag der Aurubis-Beteiligung auch bessere Entwicklungen in den Geschäftsbereichen Stahlerzeugung und Handel. Beide Ergebniskennzahlen übertrafen im dritten Quartal die Erwartungen des Kapitalmarkts.
Wie stark sich die Ertragslage verbessert hat, zeigen die vorläufigen Neunmonatszahlen. Bei einem Umsatzanstieg von 6,9 auf 7,3 Milliarden Euro erreichte Salzgitter ein bereinigtes EBITDA von 659 Millionen Euro, nach 224 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Vorsteuerergebnis drehte von minus 72,7 Millionen Euro auf plus 353 Millionen Euro. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Aurubis: Der Ergebnisbeitrag der Beteiligung erhöhte sich von 83,5 auf 252 Millionen Euro. Die deutliche Verbesserung ist damit nicht allein auf das operative Stahlgeschäft zurückzuführen.
Die Umsatzprognose für 2026 bleibt bei rund 10 Milliarden Euro. In den neuen Ergebniszielen sind bereits die Auswirkungen der vollständigen Konsolidierung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) berücksichtigt, von der Salzgitter einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet. Mögliche einmalige Effekte aus der Kaufpreisallokation sind dabei ausgenommen. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und möglicher Bewertungsschwankungen bleibt der Konzern beim weiteren Jahresverlauf vorsichtig.
Die vollständigen Salzgitter-Neunmonatszahlen sollen am 12. November veröffentlicht werden.
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