Rheinmetall Aktie - wichtige Entscheidung: Hält die 1.000er-Marke?
Bei der Rheinmetall Aktie steht eine Entscheidung an, noch lässt sie aber weiter auf sich warten. Seit dem Erholungshoch Mitte Oktober pendelt der Aktienkrus des Düsseldorfer Rüstungskonzern in einer engen Spanne knapp über der 1.000er-Marke. Tag für Tag scheitern die Bullen und Bären an denselben Zonen. Den Käufern fehlt bislang die Kraft für den nächsten Schritt nach oben, den Verkäufern der letzte Nachdruck nach unten. Kurzfristig steht die Aktie damit auf Messers Schneide. Lange dürfte dieses Gleichgewicht nicht halten, und wenn es kippt, wird die Bewegung deutlich größer ausfallen als das Hin und Her der vergangenen Tage.
An der grundsätzlichen Lage hat sich seit den jüngsten 4investors.de-Chartchecks wenig verändert. Am Mittwoch war es bei den Rüstungswerten insgesamt ruhig, die Rheinmetall Aktie schwankte nur zwischen 1.007,40 und 1.027,80 Euro. Auf XETRA ging der DAX-Titel mit einem Minus von 13,20 Euro oder 1,29 Prozent bei 1.012,00 Euro aus dem Handel. Das Tagestief lag damit erneut in der Zone 1.006/1.010 Euro, an der die Verkäufer seit gut einer Woche immer wieder abprallen. Wie groß die Fallhöhe ist, zeigt der Blick zurück: Gemessen am Januarhoch bei 1.966,00 Euro hat die Aktie fast die Hälfte ihres Werts verloren, über dem Tief der Abwärtsbewegung bei 900,20 Euro liegt sie gut 12 Prozent. Bezigen auf das Allzeithoch bei 2.008 Euro weichen die Daten nur wenig davon ab.
Mehr Spannung als im Aktienkurs von Rheinmetall steckt derzeit in den Geldströmen. Während die Aktie seitwärts läuft, hat sich der Kapitalfluss weiter erholt und ist auf 0,10 gestiegen, nach 0,05 am vergangenen Freitag. Unter der ruhigen Oberfläche fließt also tendenziell Geld in die Aktie, ein Muster, das Charttechniker als Zeichen stiller Akkumulation lesen. Dazu passt der Umsatz: Mit 96.290 Aktien wechselte am Mittwoch nur gut die Hälfte des 20-Tage-Durchschnitts von 183.220 Stück den Besitzer, Verkaufsdruck auf breiter Front sieht anders aus. Die Oszillatoren helfen in dieser Phase dagegen wenig weiter. Der RSI liegt mit 49,99 knapp unter seiner Glättung bei 51,61, der Stochastic RSI mit 55,81 knapp unter seiner Signallinie bei 58,27. Beide pendeln um die Mitte und geben in der Seitwärtsphase keine Richtung vor.
Rheinmetall-Käufer müssen zuerst die 50-Tage-Linie knacken
Die erste Hürde liegt nur knapp 2 Prozent über dem Schlusskurs: die 50-Tage-Linie bei 1.029,30 Euro, mit der zugleich die Widerstandszone 1.030/1.060 Euro beginnt. Erst ein Schlusskurs über 1.060 Euro würde die Seitwärtsphase nach oben auflösen, bis dorthin wären es knapp 5 Prozent. Dann kämen das obere Bollinger Band bei 1.086,50 Euro, das Erholungshoch bei 1.096,60 Euro und die Marke von 1.105 Euro in den Blick, darüber die Zone 1.120/1.146 Euro.
Richtig ernst wird es für die Rheinmetall Aktie an der 200-Tage-Linie bei 1.212,50 Euro und der Zone 1.234/1.241 Euro, bis zur 200-Tage-Linie wären es rund 20 Prozent. Erst ein Anstieg über 1.238 Euro würde auch den übergeordneten Abwärtstrend strukturell brechen. Gelingt das, öffnet sich der Weg in Richtung 1.322/1.336 Euro.
Ohne die 1.000er-Marke droht Rheinmetall der Weg zurück zur Bodenzone
Nach unten verteidigen die Käufer zunächst die Zone 1.006/1.010 Euro, knapp darunter liegt die runde 1.000er-Marke. Geben beide nach, wäre die Seitwärtsphase nach unten aufgelöst. Erste Station wäre dann die 20-Tage-Linie bei 994,50 Euro, direkt darunter die Zone 976/987 Euro. Es folgt die Zone 936/942 Euro.
Hält auch sie nicht, wird die Bodenzone 900/909 Euro wieder zum Ziel, rund 10 Prozent unter dem aktuellen Kurs. In ihr liegen sowohl das Tief der Abwärtsbewegung bei 900,20 Euro als auch derzeit das untere Bollinger Band bei 902,50 Euro. Ein Bruch dieser Bodenzone würde das Chartbild der Rheinmetall Aktie deutlich eintrüben.
Charttechnische Daten zur Rheinmetall Aktie
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Letzter Aktienkurs | 1.012,00 Euro (Börse: XETRA) |
| 52 Wochen Tief / Hoch | 900,20 / 1.966,00 Euro |
| Bollinger-Bands 20 (unten / oben) | 902,50 / 1.086,50 Euro |
| Bollinger-Basis (SMA 20) | 994,50 Euro |
| EMA 50 | 1.029,30 Euro |
| EMA 200 | 1.212,50 Euro |
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