Symrise: Starkes Quartal, doch beim Ausblick bleibt der Konzern vorsichtig
Symrise hat im dritten Quartal 2026 beim Wachstum deutlich an Tempo gewonnen, bleibt für den weiteren Jahresverlauf aber zurückhaltend. Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller steigerte seinen Umsatz von 1,222 Milliarden Euro auf 1,310 Milliarden Euro. Organisch legten die Erlöse um 5,3 Prozent zu, nachdem das Wachstum in den ersten neun Monaten insgesamt bei 3,0 Prozent lag. Vor allem höhere Absatzmengen sorgten für die Beschleunigung, wobei beide Geschäftssegmente zulegten.
„Unsere starke Entwicklung im dritten Quartal spiegelt die positive Dynamik unserer Geschäfte in widerstandsfähigen Märkten, die Stärke unserer Kundenbeziehungen sowie den Einsatz unserer Teams wider”, so Jean-Yves Parisot, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG. Trotz des starken Quartals rechnet Symrise für das Gesamtjahr lediglich mit einem organischen Wachstum nahe der Mitte seiner bisherigen Prognosespanne von 2 bis 4 Prozent. Im Schlussquartal dürfte die Dynamik aufgrund der höheren Vorjahresvergleichsbasis wieder nachlassen.
Die Erholung zeigt sich inzwischen auch in Geschäftsbereichen, die zuvor schwächer abgeschnitten hatten. So kehrten sowohl das Geschäft mit Tiernahrung als auch die Sparte Care & Wellness zu organischem Wachstum zurück. Taste, Nutrition & Health steigerte den Quartalsumsatz von 736 auf 790 Millionen Euro und wuchs organisch um 5,2 Prozent. Im Segment Scent & Care erhöhten sich die Erlöse von 487 auf 520 Millionen Euro bei einem organischen Plus von 5,6 Prozent. Besonders gefragt waren natürliche Lebensmittelzutaten, Konsumgüterduftstoffe und Aromamoleküle. Allerdings verlief die Entwicklung nicht überall positiv: Bei UV-Filtern musste Symrise weiterhin einen zweistelligen organischen Umsatzrückgang hinnehmen. Regional setzte sich Asien/Pazifik mit zweistelligen Wachstumsraten an die Spitze.
Symrise sieht EBITDA-Marge nur in der unteren Hälfte der Prognosespanne
Auch bei der Profitabilität signalisiert der Konzern keine höheren Erwartungen. Symrise bestätigt zwar das Ziel einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 21,5 und 22,5 Prozent, stellt inzwischen aber einen Wert in der unteren Hälfte dieser Spanne in Aussicht. Als Hintergrund nennt das Unternehmen unter anderem Investitionen in IT, Innovationen und Mitarbeiter. Die bereinigte Business-Free-Cashflow-Marge soll weiterhin mehr als 14 Prozent erreichen. Nach neun Monaten steht ein Konzernumsatz von 3,850 Milliarden Euro zu Buche, verglichen mit 3,776 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Trotz der Beschleunigung im dritten Quartal bleibt es damit bei den bisherigen Jahreszielen.
Parallel arbeitet Symrise an der Neuausrichtung seines Portfolios. Das Terpengeschäft wurde verkauft, die Übernahme von Floral Concept abgeschlossen. Zusätzliche Produktionskapazitäten für Aromamoleküle sollen das Geschäft mit höherwertigen Inhaltsstoffen stärken. Mit dem Transformationsprogramm ONE SYM will der Konzern zudem Prozesse vereinheitlichen und seine Kostenstruktur verbessern. Auch das Aktienrückkaufprogramm nähert sich dem Ende: Bis zum 30. September hatte Symrise 4,3 Millionen eigene Aktien erworben. Der Rückkauf soll am 30. Oktober abgeschlossen werden, anschließend ist die Einziehung der Aktien vorgesehen.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
