Commerzbank: EZB senkt Kapitalanforderungen für 2027 erneut
Die Commerzbank muss ab 2027 etwas weniger regulatorisches Eigenkapital vorhalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen ihres jährlichen Überprüfungsverfahrens SREP die zusätzliche Eigenmittelanforderung der Säule 2 (P2R) um fünf Basispunkte von 2,15 auf 2,10 Prozent gesenkt. Es ist bereits die zweite Reduzierung in Folge. Von der neuen Anforderung müssen mindestens 1,18 Prozentpunkte durch hartes Kernkapital (CET-1) gedeckt werden. Der Beschluss tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
„Mit dem komfortablen Puffer zur MDA-Schwelle verfügen wir über eine starke Basis, um weiterhin verlässliche Wachstumsfinanzierung zu ermöglichen und zugleich unsere Ausschüttungspolitik fortzuführen”, sagt Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank.
Durch die Entscheidung sinkt die regulatorische Mindestanforderung an das harte Kernkapital, die sogenannte MDA-Schwelle, auf Basis der Kapitalanforderungen und Risikopuffer zum 30. Juni 2026 rechnerisch von 10,29 auf 10,26 Prozent der risikogewichteten Aktiva. Die tatsächliche CET-1-Quote der Commerzbank lag Ende Juni bei 14,4 Prozent und damit 4,14 Prozentpunkte über der neuen Schwelle. Die Bank hält an ihrem langfristigen Ziel fest, bis 2030 eine CET-1-Quote von 13,5 Prozent zu erreichen.
Unverändert bleibt die zusätzliche Eigenmittelanforderung für die Verschuldungsquote bei 0,1 Prozent. Daraus ergibt sich weiterhin eine regulatorische Mindestanforderung an die Leverage Ratio von 3,1 Prozent, während die Commerzbank Ende Juni 2026 eine Quote von 4,3 Prozent auswies. Die gesenkten Kapitalanforderungen vergrößern den regulatorischen Spielraum der Bank geringfügig.
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