CANCOM senkt Prognose für 2026 - Gewinne sinken im dritten Quartal
Cancom hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 um 100 Millionen Euro gesenkt. Der IT-Dienstleister erwartet nun Erlöse zwischen 1,65 und 1,75 Milliarden Euro, nachdem bislang 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro angepeilt worden waren. Grund sind nach Angaben des Münchener IT-Unternehmens die anhaltende Kaufzurückhaltung der Kunden, längere Entscheidungsprozesse und Projektverschiebungen, insbesondere im Workplace-Geschäft.
Die Ergebnisprognosen für 2026 bleiben dagegen unverändert: CANCOM rechnet weiterhin mit einem EBITDA zwischen 110 und 130 Millionen Euro sowie einem EBITA von 55 bis 75 Millionen Euro.
Im dritten Quartal 2026 sank der Konzernumsatz nach vorläufigen Zahlen von 423,9 Millionen Euro auf rund 412 Millionen Euro, ein Rückgang um 2,8 Prozent. Deutlicher fiel die Entwicklung beim operativen Ergebnis aus: Das EBITDA verringerte sich von 27,1 Millionen Euro auf 24,1 Millionen Euro und damit um 11,1 Prozent. Das EBITA ging von 13,4 Millionen Euro auf rund 10,8 Millionen Euro zurück, was einem Minus von 19,4 Prozent entspricht.
Die Quartalszahlen blieben damit hinter den Erwartungen des CANCOM-Vorstands zurück. Besonders die Verzögerungen bei Kundenprojekten belasten die Geschäftsentwicklung, während der grundsätzliche Bedarf an Digitalisierungslösungen nach Einschätzung des Unternehmens hoch bleibt. Für das Schlussquartal kalkuliert das Management auf Basis der aktuellen Geschäftslage mit geringeren Umsätzen als bisher geplant, hält aber an den bisherigen Gewinnzielen für das Gesamtjahr fest.
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