Tesla Aktie: SpaceX-Fantasie treibt Kursziele – Barclays stuft hoch
Eine mögliche Fusion von Tesla mit SpaceX rückt bei den Analysten zunehmend in den Mittelpunkt. Barclays stuft die Tesla Aktie von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöht das Kursziel deutlich von 370 auf 450 Dollar. Auch JPMorgan und die DZ Bank haben ihre Bewertungen nach den Quartalszahlen angehoben, während Deutsche Bank Research an ihrer Kaufempfehlung festhält. Beim aktuellen Aktienkurs an der US-Techbörse NASDAQ von 394,62 Dollar liegen sämtliche vier Kursziele über dem Börsenwert. Die Spanne reicht von 420 bis 450 Dollar, entsprechend einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von 6,4 bis 14,0 Prozent. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 430 Dollar und signalisiert damit ein Potenzial für die Tesla Aktie von 9,0 Prozent.
Kursziele der Analysten zur Tesla Aktie
| Analyst | Votum | Kursziel | Potenzial |
|---|---|---|---|
| Barclays | Overweight (zuvor Equal Weight) | 450,00 USD (zuvor 370,00) | +14,0 % |
| DZ Bank | Kaufen | 420,00 USD (zuvor 400,00) | +6,4 % |
| Deutsche Bank Research | Buy | 420,00 USD | +6,4 % |
| JPMorgan | Neutral | 430,00 USD (zuvor 415,00) | +9,0 % |
| Durchschnitt (4 Häuser) | 430,00 USD | +9,0 % |
Barclays sieht in einem möglichen Zusammenschluss mit SpaceX einen wesentlichen Grund, Tesla höher zu bewerten. Elon Musk habe entsprechende Überlegungen in den Telefonkonferenzen zu den Quartalsberichten beider Unternehmen ausdrücklich bestätigt. Die Analysten erwarten, dass eine Fusion einen erheblichen Bewertungsaufschlag rechtfertigen könnte. Zugleich stützt Barclays die optimistischere Einschätzung nicht allein auf dieses Szenario: Auch das bestehende Geschäft entwickle sich solide, während der Robotaxi-Bereich zunehmend an Fahrt gewinne. Die Kombination dieser Faktoren führt zur Hochstufung auf „Overweight“. Mit 450 Dollar nennt Barclays inzwischen das höchste Kursziel unter den vier Analystenhäusern.
Die DZ Bank sieht bei Tesla trotz anhaltenden Margendrucks Fortschritte im operativen Geschäft und bei der Verbreitung autonomer Fahrfunktionen. Im dritten Quartal verkaufte der Elektroautohersteller deutlich mehr Fahrzeuge. Zudem betont das Analystenhaus, dass bei rund drei Vierteln der nordamerikanischen Auslieferungen ein Abonnement für das Fahrassistenzsystem FSD aktiviert wurde. Für die langfristige Bewertung gewinnen nach Einschätzung der DZ Bank sowohl Robotaxis als auch FSD an Bedeutung. Hinzu kommen mögliche Synergien mit SpaceX. Die Analysten rechnen mit einem Vollzug der diskutierten Fusion im Jahr 2027, wobei es sich bislang um ein mögliches Szenario und nicht um eine beschlossene Transaktion handelt. Der faire Wert steigt von 400 auf 420 Dollar, die Einstufung bleibt „Kaufen“.
Deutsche Bank Research richtet den Blick stärker auf die jüngsten Geschäftszahlen. Das dritte Quartal von Tesla fiel nach Einschätzung des Analystenhauses solide aus. Besonders positiv bewertet die Deutsche Bank die gegenüber dem Vorquartal deutlich verbesserten Margen. Eine Änderung der bisherigen Anlageempfehlung ergibt sich daraus nicht: Die Kaufempfehlung und das Kursziel von 420 Dollar bleiben unverändert.
Autonomes Fahren gewinnt an Bedeutung – Kosten bleiben Belastungsfaktor
JPMorgan sieht in den Quartalszahlen ebenfalls operative Fortschritte, bleibt bei der Einstufung der Tesla Aktie jedoch vorsichtiger. Die Bruttomarge im Automobilgeschäft übertraf die Erwartungen, während sich die Aktivitäten rund um autonomes Fahren dynamischer entwickeln. Dem stehen weiterhin steigende Betriebskosten und hohe Investitionen gegenüber, die die kurzfristige Gewinnentwicklung belasten. Das Kursziel erhöht JPMorgan von 415 auf 430 Dollar. Ausschlaggebend sind neben einem angepassten Bewertungsmodell auch höhere Annahmen zur Wahrscheinlichkeit einer Fusion mit SpaceX. Trotz des gestiegenen Kursziels bleibt die Einstufung „Neutral“.
Damit zeigt sich bei den vier Analystenhäusern eine weitgehend positive Einschätzung der jüngsten operativen Entwicklung, während die Bedeutung der SpaceX-Pläne unterschiedlich gewichtet wird. Vor allem Barclays verbindet mit dem möglichen Zusammenschluss erhebliches zusätzliches Bewertungspotenzial. Bei JPMorgan und der DZ Bank fließt das Szenario ebenfalls in die Überlegungen ein. Ob und zu welchen Bedingungen eine solche Transaktion tatsächlich zustande kommt, bleibt jedoch offen.
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