OHB steigt bei MediaMobil ein - Satellitenkommunikation und Verteidigung im Fokus
OHB beteiligt sich mit 25 Prozent an der Bremer MediaMobil Communication GmbH und baut damit seine Aktivitäten im Bereich Satellitenkommunikation aus. Die Beteiligung erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei MediaMobil. Beide Unternehmen haben zugleich eine strategische Partnerschaft vereinbart, mit der sie ihre Zusammenarbeit vertiefen wollen. Angaben zum Investitionsvolumen und zur Bewertung von MediaMobil macht OHB am Montag nicht.
MediaMobil entwickelt und betreibt mobile Kommunikationssysteme, die insbesondere unter schwierigen Einsatzbedingungen zuverlässige Verbindungen ermöglichen sollen. Dazu zählen Anwendungen auf hoher See, in Wüstenregionen und in Katastrophengebieten. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Satellitendiensten. OHB will durch die Beteiligung seine technischen Kompetenzen ergänzen und das eigene Leistungsangebot im Bereich satellitengestützter Kommunikation erweitern.
OHB und MediaMobil arbeiten seit 2020 zusammen
Die beiden Bremer Unternehmen kooperieren bereits seit 2020 bei der Entwicklung von Lösungen für Raketenstarts aus der Nordsee. Mit der nun vereinbarten Kapitalbeteiligung erhält diese Zusammenarbeit eine zusätzliche gesellschaftsrechtliche Grundlage. Während OHB vor allem Kompetenzen in der Entwicklung und Herstellung von Raumfahrtsystemen einbringt, ist MediaMobil auf den Betrieb und die Bereitstellung von Kommunikationslösungen spezialisiert. Die Partnerschaft soll beide Unternehmen bei künftigen Projekten im Bereich der Satellitenkommunikation unterstützen.
Ein Schwerpunkt der weiteren Zusammenarbeit könnte im Geschäft mit Krisen- und Notfallkommunikation liegen. MediaMobil sieht durch den Einstieg von OHB zudem neue Möglichkeiten, sich an größeren Projekten sowie an Vorhaben im Verteidigungsbereich zu beteiligen. Konkrete gemeinsame Aufträge oder finanzielle Zielgrößen wurden nicht genannt. Ebenso bleibt offen, ob OHB seine Beteiligung an MediaMobil künftig über die vereinbarten 25 Prozent hinaus ausbauen könnte.
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