123fahrschule erhöht EBITDA um 68 Prozent und bestätigt Prognose
Die 123fahrschule SE hat in den ersten neun Monaten 2026 ihr Konzern-EBITDA um 68 Prozent auf 1,33 Millionen Euro gesteigert, nach 0,79 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erhöhte sich dagegen nur leicht von 19,3 Millionen auf 19,7 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 4,1 auf 6,8 Prozent. Im dritten Quartal gelang dem Kölner Unternehmen bei einem Umsatzanstieg von 6,4 Millionen auf 6,7 Millionen Euro ein Ergebnissprung: Das EBITDA erreichte 0,49 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 0,19 Millionen Euro angefallen war. Nach vorläufigen Zahlen erwirtschaftete der Konzern seit Jahresbeginn in jedem einzelnen Monat ein positives EBITDA. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand die Prognose eines Konzern-EBITDA zwischen 1,5 Millionen und 2,5 Millionen Euro.
„Unser Kerngeschäft ist heute deutlich profitabler als noch vor einem Jahr. Die konsequente Digitalisierung unserer Prozesse und eine disziplinierte Kostenführung zeigen Wirkung”, sagt Boris Polenske, Gründer und Vorstand der 123fahrschule SE.
Wesentlicher Ergebnistreiber war das Kerngeschäft der 123fahrschule, dessen Segment-EBITDA in den ersten neun Monaten um 120 Prozent von 0,47 Millionen auf 1,04 Millionen Euro stieg. Dazu trugen nach Unternehmensangaben die operative Neuausrichtung, Effizienzmaßnahmen und die digitale Einsatzplanung der Fahrlehrer bei. Die Tochtergesellschaft FahrerWerk verzeichnete dagegen noch ein negatives EBITDA von rund 0,27 Millionen Euro. Allerdings haben sich die Anmeldungen für Kursstarts im vierten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 119 Prozent erhöht. Der Vorstand rechnet deshalb für FahrerWerk im Schlussquartal mit einem ausgeglichenen bis positiven EBITDA und erwartet für 2027 einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag.
Die auf Fahrsimulatoren spezialisierte Tochter Foerst steigerte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten um 6,5 Prozent und erzielte weiterhin ein leicht positives EBITDA. Nach Unternehmensangaben übersteigen die aktuellen Anfragen von Fahrschulen die gesamte derzeitige Produktionskapazität für 2027. Allerdings handelt es sich bislang nicht um verbindliche Aufträge. Viele potenzielle Kunden warten mit ihren Investitionsentscheidungen auf Klarheit über die geplante Fahrschulreform. Der Vorstand geht davon aus, dass ein Teil der Nachfrage nach einer endgültigen Reformentscheidung in Bestellungen münden könnte. Für das vierte Quartal 2026 erwartet 123fahrschule bei allen drei Konzerngesellschaften ein positives EBITDA.
„Die FahrerWerk GmbH hat die operative Trendwende eingeleitet. Die deutlich gestiegenen Anmeldezahlen für das vierte Quartal und die bereits gute Buchungslage für 2027 stimmen uns zuversichtlich. Auch bei Foerst sehen wir erhebliches Wachstumspotenzial”, so Polenske.
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