Atoss Software hebt Margenprognose erneut an - Cloudgeschäft treibt Gewinn
Atoss Software hat nach einem starken dritten Quartal seine Ergebnisprognose für 2026 erneut angehoben. Der Münchener Softwareanbieter erwartet nun eine EBIT-Marge von rund 37 Prozent, nachdem bislang mindestens 34 Prozent angepeilt worden waren. Die Umsatzprognose von 210 Millionen bis 215 Millionen Euro bleibt bestehen, allerdings rechnet der Vorstand inzwischen mit einem Wert am unteren Ende dieser Spanne. Während sich die wiederkehrenden Erlöse aus Cloudverträgen und Wartung besser als erwartet entwickeln, bleiben die Umsätze mit klassischen Softwarelizenzen hinter den Planungen zurück. Atoss steuert damit auf den 21. Rekordabschluss in Folge zu.
Im dritten Quartal 2026 steigerte Atoss den Umsatz von 47,24 Millionen auf 52,57 Millionen Euro. Das EBIT erhöhte sich von 17,18 Millionen auf 21,07 Millionen Euro, womit die operative Marge von 36 auf 40 Prozent stieg. Der Quartalsgewinn verbesserte sich von 12,34 Millionen auf 14,40 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie von 0,77 auf 0,91 Euro. Besonders stark entwickelte sich das Cloudgeschäft: Die Erlöse aus Cloud & Subscriptions wuchsen gegenüber dem Vorjahresquartal von 23,44 Millionen auf 29,51 Millionen Euro. Dagegen gingen die Lizenzumsätze von 1,77 Millionen auf 0,86 Millionen Euro zurück.
Atoss steigert wiederkehrende Umsätze um 17 Prozent
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Atoss einen Konzernumsatz von 155,8 Millionen Euro, ein Plus von 12 Prozent. Das EBIT stieg um 19 Prozent auf 57,3 Millionen Euro, während sich die EBIT-Marge von 35 auf 37 Prozent verbesserte. Der Nettogewinn erhöhte sich um 14 Prozent auf 39,0 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie von 2,14 auf 2,45 Euro. Die wiederkehrenden Erlöse aus Cloud & Subscriptions sowie Softwarewartung legten um 17 Prozent auf 113,8 Millionen Euro zu und machten damit 73 Prozent des Konzernumsatzes aus, nach 70 Prozent im Vorjahreszeitraum. Allein das Cloudgeschäft wuchs um 26 Prozent auf 85,2 Millionen Euro. Die Umsätze aus einmaligen Softwarelizenzen sanken dagegen um 39 Prozent auf 3,7 Millionen Euro.
Auch die vertraglich gesicherten Cloudumsätze entwickelten sich positiv. Der Cloud & Subscriptions Order Backlog für die kommenden zwölf Monate erhöhte sich zum 30. September um 23 Prozent auf 125,0 Millionen Euro. Die jährlich wiederkehrenden Cloudumsätze (ARR) stiegen um 25 Prozent auf 119,4 Millionen Euro, während der gesamte ARR Order Backlog einschließlich Wartung um 16 Prozent auf 161,4 Millionen Euro zunahm. Der operative Cashflow verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 53 Prozent auf 75,7 Millionen Euro. Die Konzernliquidität erreichte 158,9 Millionen Euro nach 125,7 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Atoss führt die höhere Profitabilität unter anderem auf Kostenkontrolle und Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zurück.
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