DAX im Seitwärtsgang: KI-Zweifel geben den Takt vor - DZ Bank
Seit Wochen schwankt der deutsche Leitindex kräftig, kommt aber kaum voran. Überwiegend pendelt er zwischen knapp 25.000 und 25.800 Punkten. Drei Faktoren prägen das Bild: Den stärksten Einfluss hat das globale KI-Sentiment. Erste gute Zahlen aus der US-Berichtssaison und von DAX-Schwergewichten nährten die Hoffnung auf anhaltendes Gewinnwachstum, vor allem in KI-nahen Sektoren. Teils enttäuschende US-Berichte sorgten aber schnell wieder für Ernüchterung. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Erträge die hohen KI-Investitionen und Bewertungen rechtfertigen.
Hinzu kommt der Nahost-Konflikt, der weiter schwelt. Dieser hält die Energiepreise hoch und sorgt für Inflations- und Zinssorgen. Zusätzliche Unsicherheit brachten zuletzt Meldungen über den Abzug von US-Botschaftspersonal aus Saudi-Arabien.
Auch Frankreich belastet Europas Börsen. Politische Unruhe und Sorgen um die Staatsfinanzen treiben die Renditen. Besonders bemerkenswert ist der jüngste Anstieg der Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen auf über fünf Prozent. Denn höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und drücken tendenziell die Bewertungen am Aktienmarkt.
Der Markt wartet auf Belege, dass die Unternehmen an den Börsen liefern. Solange überzeugende Unternehmenszahlen die Zweifel nicht nachhaltig zerstreuen, bleibt das Geschehen anfällig für Schwankungen. Umso mehr richten die Anleger ihren Blick zumindest kurzfristig auf die US-Berichtssaison, die einen Einfluss auf das weltweite Börsengeschehen hat.
Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DZ Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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