Krones Aktie: Prognose gesenkt - Wachstumsziel für 2028 deutlich gekappt
Krones hat seine Umsatzprognose für 2026 gesenkt und zugleich das mittelfristige Wachstumsziel für 2028 deutlich reduziert. Der Anlagenbauer erwartet im laufenden Jahr nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 1 bis 2 Prozent statt bisher 3 bis 5 Prozent. Für 2028 rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatz zwischen 6,0 Milliarden und 6,2 Milliarden Euro, nachdem bislang rund 7 Milliarden Euro angepeilt worden waren. Auch das EBITDA-Margenziel für 2028 wird von bisher 11 bis 13 Prozent auf 11 bis 12 Prozent eingegrenzt. Das mittelfristige Ziel einer Kapitalrendite (ROCE) von mehr als 20 Prozent bleibt bestehen.
Für die Prognosesenkung verweist Krones auf ungünstige Entwicklungen in seinen Absatzmärkten. Geopolitische Belastungen, steigende Kosten auf Kundenseite und die anhaltende gesamtwirtschaftliche Unsicherheit sollen insbesondere das Umsatzwachstum im vierten Quartal beeinträchtigen. Die Ergebnisziele für 2026 hält der Konzern dagegen unverändert aufrecht. Die EBITDA-Marge soll zwischen 10,7 und 11,1 Prozent liegen, während für den ROCE weiterhin 19 bis 20 Prozent erwartet werden.
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Krones nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 4,10 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte erreichte er rund 4,14 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Darin enthalten ist ein negativer Umsatzeffekt von etwa 20 Millionen Euro aus zurückerstatteten US-Zöllen. Das EBITDA lag voraussichtlich bei 453 Millionen Euro und profitierte von einem positiven Ergebniseffekt von rund 10 Millionen Euro aus diesen Zollerstattungen. Ohne diesen Sondereffekt erreichte die EBITDA-Marge rund 10,8 Prozent. Die vollständigen Quartalszahlen will Krones am 6. November 2026 veröffentlichen.
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