SAP Aktie: Cloud-Geschäft wächst kräftig - Jahresprognose konkretisiert
SAP hat nach einem starken dritten Quartal 2026 die Jahresprognose für das Cloud-Geschäft konkretisiert. Der Softwarekonzern erwartet die währungsbereinigten Clouderlöse nun am oberen Ende der bisherigen Spanne von 25,8 Milliarden bis 26,2 Milliarden Euro. Auch die Cloud- und Softwareerlöse sollen am oberen Ende der Prognose von 36,3 Milliarden bis 36,8 Milliarden Euro liegen. Unverändert bleibt die Erwartung für das währungsbereinigte Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,8 Milliarden bis 12,2 Milliarden Euro. Beim Free Cashflow rechnet SAP weiterhin mit rund 10 Milliarden Euro. Für 2027 stellt der Konzern eine Beschleunigung des Umsatzwachstums in Aussicht.
Im dritten Quartal stiegen die Clouderlöse um 26 Prozent, die Erlöse der Cloud ERP Suite legten um 29 Prozent zu. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 13 Prozent, während das Betriebsergebnis sowohl nach IFRS als auch auf bereinigter Basis um 18 Prozent wuchs. Der Current Cloud Backlog, der die vertraglich zugesagten Clouderlöse der kommenden zwölf Monate abbildet, erreichte 24,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 28 Prozent beziehungsweise währungsbereinigt 26 Prozent.
„Wir hatten ein ausgezeichnetes drittes Quartal. Unsere Kunden investieren in die zugrunde liegende Technologie – von der Cloud und der Datenbasis bis zu unserer Unternehmens-KI. Sie erkennen, dass Joule Work ihre Transformation attraktiver macht als je zuvor”, so Christian Klein, Vorstandsvorsitzender bei SAP.
Die Zahlen seien „ein Beleg für die Stärke und Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells. Mit diszipliniertem Kostenmanagement und anhaltender Wachstumsdynamik in der Cloud beweisen wir, dass wir Umsatz und Ergebnis zugleich steigern können”, sagt SAP-Finanzvorstand Dominik Asam.
SAP steigert Neunmonatsgewinn auf 6,4 Milliarden Euro
In den ersten neun Monaten 2026 steigerte SAP den Konzernumsatz um 10 Prozent von 27,12 Milliarden auf 29,70 Milliarden Euro. Die Clouderlöse wuchsen um 23 Prozent auf 18,91 Milliarden Euro, während die klassischen Softwarelizenzerlöse um 27 Prozent auf 395 Millionen Euro zurückgingen. Das IFRS-Betriebsergebnis verbesserte sich um 14 Prozent auf 8,31 Milliarden Euro, die operative Marge stieg von 26,8 auf 28,0 Prozent. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn nach Steuern um 15 Prozent auf 6,42 Milliarden Euro. Das unverwässerte Ergebnis je SAP Aktie legte von 4,70 Euro auf 5,50 Euro zu. Der operative Cashflow erreichte 8,59 Milliarden Euro nach 7,86 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Neben dem operativen Wachstum setzt SAP sein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm fort. Bis Ende September 2026 erwarb der Konzern insgesamt 25,2 Millionen eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 164,79 Euro zurück. Das entspricht einem Rückkaufvolumen von rund 4,2 Milliarden Euro. Das im Januar angekündigte Programm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro und läuft bis Ende 2027. Für das kommende Jahr erwartet SAP zudem, dass die operativen Aufwendungen auf Non-IFRS-Basis langsamer steigen als der Umsatz. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einem beschleunigten Rückgang der klassischen Softwaresupporterlöse durch den weiteren Wechsel der Kunden in die Cloud.
Auf Tradegate notiert die SAP Aktie bei mehr als 209 Euro und damit nah an den nächsten charttechnischen Hürden. Mehr dazu im letzten 4investors.de-Chartcheck zur SAP Aktie.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: SAP.
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