Renk Aktie: Weiter Kaufempfehlung - bald 38 Prozent nach oben?
Bei der Renk Aktie erwartet mwb research ein besseres drittes Quartal als zuletzt am Markt befürchtet. Der Rüstungskonzern hat bei einer Vorabkonferenz signalisiert, dass sich das Umsatzwachstum wieder beschleunigt und der Produktionshochlauf ohne Unterbrechungen verläuft. Damit könnten sich Zweifel an der Lieferfähigkeit vorerst abschwächen, so die Einschätzung der Aktienexperten vom Mittwoch. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 53 Euro für den MDAX-notierten Rüstungstitel. Gegenüber dem aktuellen XETRA-Kurs von 38,365 Euro ergibt sich ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von 38,1 Prozent.
Für das dritte Quartal kalkuliert mwb research bei Renk mit einem Umsatz von 345 Millionen Euro, entsprechend einem Anstieg um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim bereinigten EBIT erwarten die Analysten rund 58 Millionen Euro. Die operative Marge soll sich in den ersten neun Monaten ähnlich verbessert haben wie bereits im ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr 2026 hält Renk an seiner Prognose fest und strebt beim bereinigten EBIT die obere Hälfte der bisherigen Spanne von 255 bis 285 Millionen Euro an. Im Geschäft mit Industrie- und Marineanwendungen (M&I) bleibt die Ergebnisentwicklung dagegen schwach.
Auf der Auftragsseite zeichnet sich für Renk ein stärkeres Quartal ab. Der Auftragseingang dürfte die bisher genannte Spanne von 300 bis 400 Millionen Euro übertreffen, wobei rund drei Viertel auf das Geschäft mit gepanzerten Fahrzeugen entfallen sollen. Dazu trägt eine Auftragserweiterung von KNDS, weiterhin Kandidat für einen Börsengang, über etwa 130 Millionen Euro für Leopard-2-Getriebe bei, deren Auslieferung zwischen 2029 und 2032 vorgesehen ist. Hinzu kommt die erwartete Vergabe des F128-Fregattenprogramms im vierten Quartal. Damit hält mwb research Renks Auftragsziel von rund zwei Milliarden Euro für 2026 für erreichbar.
Renk: Strategietermin im Dezember rückt in den Mittelpunkt
Bei den längerfristigen Perspektiven bleibt mwb research trotz der positiven Quartalssignale zurückhaltender als das Renk-Management. Die Analysten bezweifeln, dass sich aus der militärischen Bedeutung konventioneller Bodentruppen bereits eine klare Aussage über künftige Beschaffungsbudgets für Panzer und andere schwere Fahrzeuge ableiten lässt. Drohnen, KI-gestützte Zielerfassung und Präzisionswaffen konkurrieren ebenfalls um Investitionsmittel. Als entscheidenden nächsten Termin nennt mwb research deshalb die Strategiepräsentation am 8. Dezember. Dort soll insbesondere klarer werden, wie Renk sein Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft ausbauen und die Produktionskapazitäten über das Ziel von mehr als 2.000 Getrieben jährlich bis 2030 hinaus erhöhen will.
mwb research rechnet bei Renk auch in den kommenden Jahren mit kräftigem Wachstum. Für 2026 erwarten die Analysten einen Umsatz von 1,54 Milliarden Euro, der 2027 auf 1,82 Milliarden Euro und 2028 auf 2,14 Milliarden Euro steigen soll. Das EBIT dürfte sich im gleichen Zeitraum von 281,2 Millionen Euro über 340,3 Millionen Euro auf 410,5 Millionen Euro verbessern. Damit würde die EBIT-Marge von 18,2 im Jahr 2026 auf 19,1 Prozent im Jahr 2028 zulegen. Beim Gewinn je Aktie prognostiziert mwb research einen Anstieg von 1,84 Euro im laufenden Jahr auf 2,15 Euro für 2027 und 2,63 Euro für 2028. Die Dividende soll sich im selben Zeitraum von 0,92 Euro über 0,97 Euro auf 1,19 Euro je Renk Aktie erhöhen.
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