BASF investiert in Taiwan: Neue Materialien für die nächste Chipgeneration
BASF will seine Produktionskapazitäten für Halbleitermaterialien in Taiwan ausbauen und hat dazu eine Absichtserklärung mit dem Wirtschaftsministerium des asiatischen Landes unterzeichnet. Geplant ist eine Erweiterung des Standorts in Taoyuan, an dem künftig zusätzliche Materialien für die Fertigung besonders leistungsfähiger Chips hergestellt werden sollen. Im Mittelpunkt stehen den Angaben vom Dienstag zufolge Halbleitertechnologien mit Strukturgrößen unter zwei Nanometern, die unter anderem für leistungsfähige KI-Prozessoren relevant sind. Angaben zur Höhe der geplanten Investitionen oder zum Zeitplan des Ausbaus macht der Ludwigshafener Chemiekonzern bislang nicht.
„Taiwan ist ein globales Zentrum für Halbleiterinnovation und -fertigung mit modernsten Prozesstechnologien und einem hochintegrierten Industrieökosystem. Die Ansiedlung der Leitung von BASF’s globaler Geschäftseinheit für Elektronik-Materialien in Taiwan im Jahr 2025 spiegelt die strategische Bedeutung Taiwans im globalen Halbleiterökosystem wider”, so Gops Pillay, Präsident der Global Operating Division von BASF.
Neben zusätzlichen Produktionsanlagen plant BASF am taiwanesischen Standort den Ausbau seines Innovationszentrums und der technischen Qualitätsanalytik. Hintergrund sind die steigenden Anforderungen an hochreine Spezialchemikalien, die bei immer kleineren Halbleiterstrukturen benötigt werden. Die erweiterten Kapazitäten sollen auch die gemeinsame Materialentwicklung mit Chipherstellern ermöglichen und die Versorgung der Kunden vor Ort verbessern. Taiwan zählt zu den wichtigsten Standorten der weltweiten Halbleiterproduktion, insbesondere bei fortgeschrittenen Fertigungsverfahren.
Für BASF ist der geplante Ausbau Teil der stärkeren Ausrichtung des Geschäfts mit Elektronikmaterialien auf den asiatischen Halbleitermarkt. Bereits 2025 hatte der Konzern die Leitung seiner globalen Geschäftseinheit Electronic Materials nach Taiwan verlegt. Dort ist BASF seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Prozesschemikalien und Spezialformulierungen für die Halbleiter- und Displayindustrie vertreten. Mit zusätzlichen Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten will das Unternehmen seine Position als Zulieferer für kommende Chipgenerationen ausbauen und die regionalen Lieferketten stärken.
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