Gabler Group übernimmt Mehrheit an estnischem Unterwassertechnik-Spezialisten
Die Gabler Group hat 75 Prozent der Anteile an DECK Marine Systems aus Estland übernommen und erweitert damit ihr Geschäft mit maritimen Technologien. Das 2020 gegründete Unternehmen aus Tallinn entwickelt Systeme zum Aussetzen, Positionieren und Bergen von Unterwasserausrüstung, darunter Sensoren und unbemannte Fahrzeuge. Mit der Akquisition baut Gabler insbesondere die Geschäftsbereiche Submarine Systems sowie Subsea Communications & Data aus. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, man habe „über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart”, so die Norddeutschen am Freitag.
„DECK ergänzt unser Portfolio um wertvolles Know-how und zusätzliche Engineering-Kapazitäten. Gemeinsam wollen wir diese Kompetenzen nutzen, um unseren Kunden umfassendere Lösungen anzubieten und das internationale Wachstum der Gabler Group weiter voranzutreiben”, sagt David Schirm, CEO der Gabler Group AG.
DECK Marine Systems fertigt unter anderem Aussetz- und Bergungssysteme für unbemannte Unterwasserfahrzeuge, Vorrichtungen zur Positionierung von Sonargeräten sowie elektrische und hydraulische Winden. Hinzu kommen Entwicklungsarbeiten an KI-gestützten Systemen, die unbemannte Fahrzeuge bei der Bergung automatisch erkennen und verfolgen sollen. Gabler will diese Technologien mit eigenen Lösungen für Unterwasserkommunikation, Datenverarbeitung und Energieversorgung kombinieren. Zugleich verschafft die Übernahme dem Lübecker Unternehmen einen Standort im Baltikum, wo steigende Verteidigungsausgaben zusätzliche Absatzmöglichkeiten für maritime Ausrüstung eröffnen sollen.
Die Übernahme wurde am 16. Oktober 2026 abgeschlossen. Gabler konsolidiert DECK Marine Systems in der eigenen Bilanz ab dem vierten Quartal 2026, erwartet für das laufende Geschäftsjahr allerdings nur geringe Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Der bisherige operative Geschäftsführer und Mitgründer Jevgeni Gorbatšov übernimmt die Leitung von DECK und bleibt über seine Beteiligungsgesellschaft mit 25 Prozent beteiligt. Der bisherige CEO Dmitri Jekimov wird das Unternehmen künftig beratend unterstützen.
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