Daldrup & Söhne wächst kräftig - Gewinnmarge sinkt dennoch
Volle Bohrkapazitäten und eine höhere Projektleistung haben Daldrup & Söhne im ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Wachstum beschert. Die Gesamtleistung sprang um 56 Prozent von 20,7 Millionen Euro auf 32,3 Millionen Euro, während das EBITDA von 3,5 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro zulegte. Das EBIT verbesserte sich um 29,3 Prozent auf 3,43 Millionen Euro, die EBIT-Marge ging allerdings von 12,8 auf 10,6 Prozent zurück. Belastend wirkten unter anderem Investitionen in den Gerätepark sowie Sicherheitsabschläge für noch ausstehende Projektabrechnungen. Unter dem Strich stieg der Halbjahresgewinn von 2,14 Millionen Euro auf 2,94 Millionen Euro, das Ergebnis je Daldrup Aktie von 0,41 Euro auf 0,49 Euro.
Der Aktienkurs reagiert mit einem Anstieg von mehr als 7 Prozent auf die am Mittwoch vorgelegten Zahlen.
Auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus sind die Bohrmannschaften gut beschäftigt. Ende August lag der Auftragsbestand bei rund 132 Millionen Euro nach 140 Millionen Euro ein Jahr zuvor und sichert nach Unternehmensangaben die Auslastung bis weit in das Jahr 2027. Das mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtete relevante Marktvolumen erhöhte sich zugleich von 325 Millionen Euro auf 371 Millionen Euro. Neben Geothermieprojekten ist Daldrup unter anderem in der Rohstoffexploration, bei Infrastruktur- und Umweltbohrungen sowie der Bohrlochsanierung tätig. Zur Erweiterung seiner Kapazitäten hat das Unternehmen fünf gebrauchte Bohranlagen erworben, die nach Auslieferung und Überarbeitung in den Gerätepark integriert werden sollen.
„Bohrkapazitäten sind weiterhin gut ausgelastet”
„Unsere Projekte im ersten Halbjahr zeigen, wie vielseitig wir unsere Bohrkompetenz einsetzen können. Die breite Aufstellung über vier Geschäftsbereiche ermöglicht es uns, unterschiedliche Kundenanforderungen zu bedienen und Chancen in mehreren Märkten zu nutzen. Die Nachfrage ist in allen vier Geschäftsbereichen hoch, unsere Bohrkapazitäten sind weiterhin gut ausgelastet”, sagt Andreas Tönies, CEO der Daldrup & Söhne AG. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt das bayerische Unternehmen seine Prognose einer Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro und einer EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent.
Zu den anstehenden Projekten gehören zwei bereits im Juli gemeldete Tiefengeothermiebohrungen für die AFK-Geothermie GmbH in Aschheim bei München mit einem Auftragswert von 16 bis 18 Millionen Euro. Die bis zu 3.700 Meter tiefen Bohrungen sollen im November beginnen. Weitere Geschäftsmöglichkeiten sieht Daldrup unter anderem durch verbesserte Förderbedingungen für Geothermie, Infrastrukturinvestitionen und die Nachfrage nach Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen.
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