2G Energy Aktie: Rekordauftrag treibt Kursziel nach oben
2G Energy hat mit einem Großauftrag aus den USA eine neue Dimension erreicht. Energy Vault bestellt Anlagen zur Energieversorgung von KI-Rechenzentren mit insgesamt 275 Megawatt Leistung. Die Aktienanalysten von First Berlin beziffern das Auftragsvolumen auf rund 275 Millionen Euro und spricht vom mit Abstand größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte. Die Auslieferungen sind zwischen dem vierten Quartal 2027 und dem dritten Quartal 2028 vorgesehen.
Das Researchhaus hebt angesichts der deutlich besseren Umsatzvisibilität sein Kursziel für die 2G Energy Aktie von 76 auf 83 Euro an und bestätigt die Kaufempfehlung. An der Börse stand der Titel gestern im XETRA-Handel dennoch unter Druck und verlor 4,75 Prozent auf 62,10 Euro. Aktuelle Indikationen am Freitagmorgen notieren um 63 Euro auf etwas erholtem Kursniveau.
Das Geschäft mit Rechenzentren sieht First Berlin inzwischen als wichtigsten Wachstumstreiber von 2G Energy. Daneben sollen der Deutsche Biogasmarkt, Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke als Reservekapazitäten und das Wärmepumpengeschäft zusätzliche Impulse liefern. Vor allem der Energy-Vault-Auftrag führt zu höheren Erwartungen für 2028 und die Folgejahre.
Für 2026 prognostiziert First Berlin einen Umsatz von 490 Millionen Euro, der 2027 auf 620 Millionen Euro und 2028 auf 824 Millionen Euro steigen soll. Das EBIT wird für diese Jahre mit 48,32 Millionen Euro, 71,30 Millionen Euro und 103,14 Millionen Euro angesetzt. Beim Ergebnis je Aktie liegen die Schätzungen bei 1,82 Euro, 2,70 Euro und 3,98 Euro. Auf Basis der angehobenen Prognosen ergibt das aktualisierte DCF-Modell das neue Kursziel von 83 Euro.

